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Main-Echo: KSC Niedernberg hat seine Kaderplanung für die neue Ringer-Saison abgeschlossen

12. April 2023

Rin­ger-Ober­li­gist KSC Nie­dern­berg hat sei­ne Ka­der­pla­nung für die Sai­son 2023 größ­t­en­teils ab­ge­sch­los­sen. Die Un­ter­fran­ken ver­zeich­nen da­bei mehr Zu- als Ab­gän­ge. Un­ter den neu­en Ath­le­ten sind meh­re­re Rou­ti­niers zu fin­den. Ein Ab­gang sch­merzt in sport­li­cher Hin­sicht sehr.

Gemeint ist jener von Mojtaba Ziaei. Der Iraner war in den Freistil-Limits bis 86 und 98 Kilo (und manchmal sogar im Schwergewicht) oft eine Klasse für sich und verlor in seiner Zeit in Niedernberg kaum einen Kampf. Deshalb war nach seinem Bundesliga-Aufstieg auch der KSC Hösbach auf Ziaei aufmerksam geworden, wo er dann allerdings nicht zum Einsatz kam und zu den Niedernbergern zurückkehrte. Nun ist Ziaei zum Zweitligisten AC Heusweiler gewechselt.

Ebenfalls nicht mehr beim Kraftsportclub Germania sind Alijan Temori und Pawel Matuszynski. Temori (Ziel unbekannt) stand für die Niedernberger schon länger nicht mehr auf der Matte, Matuszynski hat sich dem ASV Schaafheim angeschlossen.

Personell reagiert hat der Oberligist nicht nur in der Trainerecke, wo seit Februar der vorherige TSV-Gailbach-Coach Christian Schöfer sitzt und damit die Phase unter Interimscoach, Schwergewicht und Vereinsvorsitzendem Peter Dölger beendete (vom eigentlichen Trainer Dionysios Safaridis hatten sich die Niedernberger schon im Herbst getrennt). Gleich fünf Zugänge sollen den Tabellensechsten der Vorsaison, der sich in der Rückrunde deutlich gesteigert hatte, verstärken.

Im 57-Kilo-Freistil-Limit kommt zur Mitte September startenden Runde der Georgier Arveladze Bachuki hinzu. »Er ringt erstmals in Deutschland und wird die gesamte Saison über hier sein«, kündigt Clubchef Peter Dölger an. »Von ihm versprechen wir uns einiges.« Noch sicherer weiß man derweil, was man an den vier anderen neuen Ringern hat, da diese sämtlich schon in den nationalen Ligen gekämpft haben.

So wie Ilhan Myumyunov: Er ist seinem Trainer Schöfer vom TSV Gailbach nach Niedernberg gefolgt und soll dort das klassische 75-Kilo-Limit abdecken. Vom Hessenligisten KSC Hösbach II ist Nikolay Baboglo zur Germania gewechselt und geht dort im 86-Kilo-Greco-Limit in seine erste Oberliga-Saison. Die Beletage des Hessischen Ringer-Verbands kennt in Manuel Cara ein weiterer Zugang für die Freistil-Klassen bis 98 und 130 Kilo hingegen bestens; er rang lange für den SV Fahrenbach. Außerdem haben die Niedernberger den erstligaerfahrenen Bogdan Eismont für die beiden schwersten Gewichtsklassen im griechisch-römischen Stil an Bord geholt.

»Ich schätze uns besser ein als letztes Jahr«, sagt Peter Dölger unter diesen Vorzeichen. Die Mannschaft stehe im Saft, »wir haben durchtrainiert«, ein Meisterschafsanwärter sei man freilich nicht. Auch Christian Schöfer leiste bisher gute Arbeit und sei an mancher Verpflichtung beteiligt gewesen.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr