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Main-Echo: SC Frankonia fährt zum Spitzenkampf

Ringer-Landesklassen: Für Großostheim ist »der dritte Platz voll in Ordnung« – Derby in Waldaschaff

Am Wo­che­n­en­de be­ginnt in al­len Li­gen des Hes­si­schen Rin­ger-Ver­bands die Rückrun­de. Da­mit tre­ten auch die Ge­wichts­klas­sen-Wech­sel in Kraft. Bei­spiels­wei­se wird das leich­tes­te Li­mit (bis 57 Ki­lo) nun im grie­chisch-rö­mi­schen Stil aus­ge­foch­ten und das schwers­te (bis 130 Ki­lo) im frei­en Stil.

Dies kann in engen Fällen das Zünglein an der Waage spielen, ändert an der generellen Ausgangslage aber wenig. In der Oberliga etwa strebt der KSV Rimbach klar der Meisterschaft entgegen, auch wenn er am Samstagabend vom SC Großostheim enorm gefordert werden könnte.

Die Großostheimer sind neben dem Tabellenführer die Mannschaft der Stunde, gewannen nach zwei Auftaktniederlagen zuletzt gegen Gailbach, Fahrenbach, Niedernberg und auch – überraschend deutlich – das Derby in Schaafheim. »Der dritte Platz ist für uns voll in Ordnung«, freut sich Trainer Engin Ürün über die Platzierung und die 8:4 Zähler nach der Hinrunde.«

Relativ dünner Kader

Allerdings verweist der Coach auf den relativ dünnen Kader des Sportclubs Frankonia. »Deshalb wird es schwierig, in der Rückrunde immer voll zu stehen. Es ist wichtig, dass wir von Verletzungen verschont bleiben.« In Rimbach sei der Gegner trotz des knappen 14:19 im Hinkampf und der jüngst starken Großostheimer Leistungen der Favorit. »Wir werden aber versuchen, sie zu ärgern. Wir müssen mal sehen, wie es nun nach den Stilart-Wechseln aussieht und wie wir die Gewichtmachen-Tortur gegen Schaafheim verkraftet haben.« Im Derby mühte sich insbesondere Mateusz Kasprzak aufs 71-Kilo-Limit runter, wo er sich und sein Team im klassischen Stil durch einen Abbruchsieg über Jens Steiniger belohnte. Aktuell ist Großostheim sogar punktgleich mit der RWG Mömbris/Königshofen (Zweiter), doch Ürün betont: »Wenn wir den dritten oder vierten Platz halten, sind wir sehr zufrieden«.

Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gegen die Topteams Rimbach, Mömbris/Königshofen und Großostheim ist die temporäre Titelchance für den ASV Schaafheim zu den Akten gelegt. In die Rückserie starten die »Bachgau-Bären« mit der Heimbegegnung gegen den SV Fahrenbach. Dabei wollen sie das teils ernüchternde 9:22 gegen Großostheim aus dem Klamotten schütteln. »Wenn wir in der Rückrunde zwei bis drei Kämpfe gewinnen, wäre das in Ordnung«, sagt Schaafheims Sportlicher Leiter Michael Trippel.

Gegen Fahrenbach, wo man in der Hinrunde gewann, rechnet man sich etwas aus. Fortgeführt werden dürfte in den unteren Limits die Rotation zwischen den starken Eigengewächsen David Bertram und Eliah Lucyga – diesmal dürfte letzterer wieder zum Einsatz kommen. Der Einsatz von Jens Steiniger scheint nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe im Großostheim-Kampf fraglich. Nach dem Intermezzo in der großen Dreifeldhalle nebenan kehren die Schaafheimer am Samstag wieder in ihren Hexenkessel, die viel kleinere Kulturhalle zurück.

Mit Rückenwind geht der TSV Gailbach in die zweite Saisonhälfte, auch wenn am Wochenende die Trauben gegen die RWG Mömbris/Königshofen hoch hängen. Die von Verletzungssorgen gebeutelten Gailbacher standen vorigen Samstag in Niedernberg wieder etwas stärker, ließen unter anderem Claudiu-Emanuel Pal fürs 61-Kilo-Greco-Limit Gewicht machen und fuhren ihren ersten Saisonsieg ein. Gegen die RWG scheinen drei bis fünf Siege möglich – für einen Erfolg in der Summe müsste aber mindestens eine Überraschung her. TSV-Trainer Christian Schöfer geht davon aus, »dass wir in der Rückrunde etwas stärker stehen«.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr