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Main-Echo: Großostheimer Ringer scheitern an Rimbach – RWG festigt Rang zwei

In den hes­si­schen Rin­ger­klas­sen war der Kampf­tag am Wo­che­n­en­de nicht nur der ers­te der Rückrun­de, son­dern auch der ers­te der Sai­son 2021, der im Zei­chen co­ron­a­be­ding­ter Kamp­f­ab­sa­gen stand.

Neben dem Oberliga-Kampf zwischen dem ASV Schaafheim und dem SV Fahrenbach sowie dem Landesliga-Duell zwischen Schaafheim II und Fahrenbach II (beide Partien wurden wie berichtet wegen mehrerer Corona-Fälle im Schaafheimer Team verlegt) wurde am späten Freitagabend auch das Landesliga-Derby zwischen der SG Arheilgen und der ASV Dieburg abgesagt.

Die Dieburger, die am Samstag zuvor bei Schaafheim II gerungen hatten, verzeichneten am Freitag einen per PCR-Test bestätigten Corona-Fall eines Ringers und wollten mit Blick auf die Inkubationszeit von möglicherweise ebenfalls angesteckten Mannschaftskollegen kein Risiko eingehen. Sowohl für die Schaafheimer Kämpfe als auch den Vergleich zwischen Arheilgen und Dieburg stehen die Nachholtermine noch nicht fest.

In der Oberliga standen somit nur zwei statt drei Begegnungen auf dem Kampfplan. In einer trat der SC Großostheim beim KSV Rimbach an. Die Großostheimer hatten am vorigen Wochenende bei der ersten Mannschaft des ASV Schaafheim gerungen, verbuchten unter der Woche im Training aber durchweg negative Tests ihrer Sportler und traten daher beim Tabellenführer an.

Dabei machte es der SC Frankonia spannend, vermochte bei seiner 9:15-Niederlage den weiter ungeschlagenen Tabellenführer Rimbach jedoch nur ins Wanken, aber nicht zu Fall zu bringen. Schon in der Hinrunde hatten die Großostheimer den Rimbachern beim 14:19 das Leben schwer gemacht. Erneut gestatteten die Bachgauer dem spätestens jetzt fast schon designierten Zweitligisten der kommenden Saison sechs Siege und strichen selbst Punkte in vier Duellen ein. Dabei setzte Mateusz Kasprzak im vorletzten Kampf des Abends ein Glanzlicht und besiegte Radian Sebestyen im Greco-Weltergewicht mit 5:3. Vor dem letzten Duell zwischen dem Rimbacher Giorgi Baliashvili und Gleb Yermolayev waren die Großostheimer noch in Schlagdistanz. Gegen den Georgier hielt Yermolayev die vollen sechs Minuten durch, fand beim 0:10 offensiv jedoch kein Mittel. Insgesamt schafften es vier der sechs unterlegenen Großostheimer über die komplette Distanz, was ebenfalls ein Zeichen des recht ausgeglichenen Niveaus im Spitzenkampf war.

RWG festigt Rang zwei

Durch die Großostheimer Niederlage und den eigenen 23:10-Sieg beim TSV Gailbach festigte die RWG Mömbris/Königshofen zum Start der Rückserie ihren zweiten Platz. Sieben der zehn Duelle gingen an die Kahlgründer, die in den leichtesten Klassen erstmals sowohl Ivaylo Tisov als auch Harvey Ridings einsetzten und dort acht Punkte holten. Simon Scheibein, in der Hinrunde im 61-Kilo-Greco-Limit herausragend, rückte in die klassische 66-Kilo-Klasse hoch, fand in Claudiu-Emanuel Pal aber seinen Meister und wurde sogar ausgepunktet. Im engsten Duell setzte sich Maximilian Stadtmüller mit 3:1 gegen den Gailbacher Ilhan Myumyunov durch. Für die Aschaffenburger holten neben Pal auch Aaron Sommer und Felix Radinger Punkte. Radinger, eigentlich ein Griechisch-Römisch-Spezialist, schlug im Freistil-Schwergewicht den 15 Kilo leichteren (auf den freien Stil spezialisierten) Sascha Büchner, mit dem er früher bei Bundesligist SC Kleinostheim in einer Mannschaft rang.

In der Hessenliga setzte sich der KSV Waldaschaff im Derby gegen den KSC Hösbach II mit 17:12 durch. Den Grundstein legte die Bavaria in den unteren Gewichtsklassen, wo Philipp Trapp, Sharif Yaqubi und Dennis Marx zusammen für zehn Zähler verantwortlich zeichneten. Wichtig für die Hausherren war auch der Erfolg im 80-Kilo-Kampf von Artur Kasprzak gegen den siegverwöhnten Nikolay Baboglo. Im Schwergewicht und nach dem Stilart-Wechsel bot Waldaschaff erstmals in dieser Saison Adrian Zander (117 Kilo) auf, der Giacomo Nannawecchia (116 Kilo) fast ausgepunktet hätte.

Eine knappe Niederlage beim ASV Griesheim kassierte der AC Goldbach. Beim 16:17 schmerzte die Goldbacher vor allem die Niederlage von Leistungsträger Emanuel-Ovidiu Masnita, der gegen den neun Kilo leichteren Hamid Afzali bei knappem Stand kurz vor Ende der ersten Runde aufgeben musste. Hätte Masnita seinen Kampf zu Ende bringen können, hätte es für Goldbach womöglich zum Sieg gereicht.

Zwei Punkte strich hingegen der SC Kleinostheim II beim KSV Seeheim ein und wahrte damit seine Aufstiegschance. In der Verbandsliga setzte sich die RWG Alzenau/Kahl beim RV Haibach durch. Der Meisterschaft strebt aber weiter der RC Erlensee entgegen, der in Fulda seinen fünften Sieg im fünften Kampf holte.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr