RWG-Report: Ausgabe 02/2019

Unser heutiger Gegner: KSC Niedernberg

Ausgabe 02/2019

Der Vorjahresmeister KSC Germania Niedernberg verzichtete auf den Aufstieg in die Bundesliga und zählt auch in der kommenden Saison zu den Kandidaten auf die vorderen Plätze in der Oberliga Hessen. Die von Mario Gattnar trainierte Mannschaft stellte mit Mojtaba Ziaei, der in 12 Kämpfen 47 Punkte erzielte, den erfolgreichsten Ringer der letztjährigen Saison. Auch der   Deutsche Jugendmeister Mike Sell verlor nur einen Kampf, wird aller – dings das Limit für die unterste Gewichtsklasse nicht mehr bringen können und diese Saison in der 66 Kilo Klasse starten. Er wird heute auf Dimitri Dobrov treffen. Verzichten müssen die Niedernberger auf Sharif Yaqoubi (ASV Griesheim), Dionysios Safaridis (SV Fahrenbach) und Waldemar Streib (AC Ziegelhausen). Für die oberen Gewichte holte man Peter Dölger (ASV Schaafheim) und Alijan Temori vom nordbadischen Oberligisten KSV Malsch.

Wenn die RWG in der leichtesten Gewichtsklasse aufgrund der Verletztenmisere keinen Gegner stellen kann, könnte dies auch für Niedernberg in 61 KG Greco zutreffen. In den letzten beiden Begegnungen war hier Hakan Iren nicht im Aufgebot.

Im 71 KG Greco könnte Florian Lamm auf Jens Rung, einen Ex RWG´ler treffen. Genauso im 80 KG Freistil, wo man mit dem im Kahlgrund bekannten Aaron Sommer rechnen kann. Yordan Kungalov würde auf Jan Gündling treffen, sowie Maximilian Stadtmüller auf den ehemaligen Bundesligaringer Timur Seidel. Es werden mit Sicherheit spannende Auseinandersetzungen, mit einem vermutlich knappen Ausgang.

Optimal…

lief es nicht gerade in den letzten beiden Oberligakämpfen der RWG. War man gegen den TSV Gailbach beim 17:17 noch mit einem blauen Auge davongekommen, setzte es auswärts in Rimbach eine heftige 1:26 Niederlage.

Schön war, dass man unseren jahrelang zuverlässigen Punktelieferanten Johan Euren mal wieder im Kahlgrund begrüßen konnte. Der hochsympathische Schwede ist der RWG nach wie vor eng verbunden und hatte schon länger angekündigt bei Bedarf gerne einzuspringen. Auch wenn er sich vom Leistungssport schon ein Stückchen zurückgezogen hat – seine Punkte gegen Gailbach (15:0 TÜPS gegen Mario Weisser) und Rimbach (hart erkämpftes 3:2 gegen den ebenfalls international erfahrenen Laszlo Antunovits) waren jedenfalls wichtig – in Rimbach war es leider sogar am Ende der einzige auf RWG Seite.

Die aktuelle Verletztenliste (Dario Keimig, Tayyib Incecik, Simon Scheibein) erleichtert das aktuelle Geschäft natürlich nicht. Zumindest in Rimbach musste man sich allerdings durchaus ein Stück weit eingestehen, dass es nun einmal stärker aufgestellte Staffeln gibt – auch wenn die Niederlage in der Deutlichkeit sicher ein bißchen hoch ausfiel und auch der „alles oder nichts“ Aufstellung der RWG geschuldet war. Bei der Frage ob man in Rimbach mit drei relativ sicheren Siegen auch ebenso sicher verliert oder mit hohem Risiko auf fünf mögliche Siege geht und damit auch eine Chance auf den Gesamtsieg erhält hatte man sich zu Recht für die Flucht nach vorn entschieden. Belohnt wurde das leider nicht wirklich.

Aufgrund des Ausfalls von Simon Scheibein blieb die 57 kg Klasse RWG seitig in beiden Kämpfen unbesetzt. Erik Tangel versuchte sein Glück jeweils in 61kg Greco und unterlag in Rimbach gegen Aleksander Mirchev vorzeitig mit 0:18. Eine Woche vorher konnte er sich gegen den Gailbacher Karl Straub zwar mit 5:0 Wertungen durchgesetzt, hier hatte man aber auf einen Mannschaftspunkt mehr gehofft. Dass man es als gerade mal 16jähriger gegen die „ausgewachsenen“ 96kg Kämpfer sowohl körperlich als auch vom Erfahrungsschatz her schwer hat musste Cihan Besli erneut erfahren. Sowohl gegen den Gailbacher Jon Pislaru, möglicherweise stärkster 96er der Oberliga, als auch gegen den Rimbacher Marcel Fröhlich unterlag Cihan vorzeitig. Dimitri Dobrov trat sowohl in Rimbach wie auch zuhause gegen Gailbach erneut im Freien Stil (66kg) an. Den Gailbacher Masehullah Kazikehl schulterte er in Halbzeit eins, gegen den Rimbacher Nico Schmitt lieferte er zwar einen guten Kampf, unterlag aber am Ende mit 11:17. Ähnlich erging es mit Blick auf beide Kämpfe Yordan Kungalov (86kg Greco). Gut gerungen in beiden Fällen, aber in Rimbach sollte es gegen Pascal Mieslinger am Ende (1:3) doch nicht reichen.

Einen klasse Kampf lieferte Florian Lamm zuhause gegen den in Gailbacher Diensten stehenden Ex RWGler Ilhan Myumyunov ab, beim 2:4 hielt er sich prächtig. Leider konnte er diese Form eine Woche später in Rimbach nicht noch einmal abrufen – und unterlag gegen Marc Janske mit 2:3. Nicht wirklich in die Kämpfe kam Sebastian Fersch (80 kg Freistil), er unterlag sowohl in Rimbach (gegen Daniel Seibold) als auch zuhause (gegen Gailbachs Ahmad Ahmadi) vorzeitig ohne eigene Wertungen. Ein Sieg war auch Ali Can Cakici nicht vergönnt, was freilich auch an starken Gegnern lag. Gegen den Rimbacher Giorgi Baliashvili ging es von Anfang an um Schadensbegrenzung, was dann beim 0:13 auch ein Stück weit gelang. Ähnlich deutlich (0:12) unterlag Maximilian Stadtmüller im Griechisch-Römischen Leichtgewicht. Bereits nach 2 Minuten hatte er sich gegen den Rimbacher Radian Sebestyen einen 0:8 Rückstand eingefangen, kam dann aber die restlichen vier Minuten deutlich besser in die Begegnung. Dafür hatte er der RWG in der Vorwoche mit seinem vorzeitigen technisch überlegenen Punktsieg gegen Christian Schöfer das 17:17 Unentschieden gegen Gailbach gerettet.

RWG Jugend in Rimbach