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Königshofen. Es war ein Saisonauftakt, der weh tat. Mit 5:24 musste sich die zweite Mannschaft der RWG Mömbris-Königshofen in der Verbandsliga dem SC Großostheim II geschlagen geben. Doch wer nur auf das Ergebnis schaut, wird diesem Abend nicht gerecht. Denn die RWG kämpfte. Sie kämpfte bis zur letzten Sekunde.
Vor rund 165 Zuschauern im Bergheim Königshofen erwischte die RWG einen denkbar schwierigen Start. Serdar Salman hielt gegen Malik Coskun zunächst gut dagegen, musste sich nach 3:31 Minuten jedoch auf Schultern geschlagen geben.
Dann kam Nico Beshka auf die Matte. Im Schwergewicht bis 130 Kilogramm traf er auf Daniel Raczek. Der Großostheimer erwischte den besseren Start und ging früh mit vier Punkten in Führung. Doch Beshka ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit zunehmender Kampfdauer fand der RWG-Ringer immer besser in den Kampf und verkürzte auf 1:4. Raczek wirkte zunehmend angeschlagen und musste sichtbar arbeiten. Beshka blieb dran. Es entwickelte sich ein Kampf, bei dem für den RWG-Kapitän durchaus noch etwas möglich gewesen wäre, wenn der Kampf länger gedauert hätte. Doch dazu kam es nicht: Nach 2:22 Minuten setzte Raczek den entscheidenden Griff und beendete den Kampf auf Schultern.
Auch Zaki Mojiburahman hatte anschließend einen schweren Stand. Wegen Übergewichts ging der Kampf an Großostheim. Kadir Celik musste sich im Anschluss nach nur 26 Sekunden geschlagen geben. Damit stand es zur Pause bereits 0:16.
Doch die RWG gab sich nicht auf.
Laurenz Ritschel stellte sich Luis Krautwurst und kämpfte trotz eines starken Gegners mutig weiter. Krautwurst setzte sich schließlich technisch überlegen durch.
Dann endlich der erste große Jubel auf RWG-Seite: Philipp Reising lieferte sich mit Vadym Dunaiev einen echten Krimi. Die Führung wechselte mehrfach. Beide Ringer gingen an ihre Grenzen. Reising bewahrte in der Schlussphase die Nerven und rettete einen hauchdünnen 9:8-Erfolg über die Zeit.
Und die RWG legte nach. Tamino Wissel dominierte Muhammed Ali Yaz im griechisch-römischen Stil. Punkt für Punkt baute er seinen Vorsprung aus und machte nach fünf Minuten mit 16:0 die technische Überlegenheit perfekt.
Zum Abschluss kämpfte Neo Leipold gegen Alexandru Asan beherzt, konnte dessen Punkteserie aber nicht stoppen.


