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Gegnercheck zum Heimkampf: SV Fahrenbach

Die Ringer des SV Fahrenbach sind mit einem kaum veränderten Kader in die Oberligasaison gegangen. Neu ist aber der Trainer. „Mit der Verpflichtung von Frank Münzenberger ist uns ein kleiner Coup gelungen“, sagt der Sportliche Leiter Simon Schröder. Der erfahrene Ringer und Coach ging bis 2009 für die Fahrenbacher auf die Matte, trainierte danach den Nachwuchs, ehe er zum ASV Ladenburg wechselte. „Frank ist eine Galionsfigur – menschlich wie charakterlich“, sagt Schröder und betont: „Ich habe in meiner aktiven Zeit viel von ihm gelernt, was Kameradschaft und Teamgeist angeht – Frank ist ein klasse Typ.“ Münzenberger wird seine Erfahrung gezielt an die überwiegend jungen SVF-Ringer weitergeben. Schröder weiß: „Frank brennt für seine Ringer, er ist einer der besten Trainer.“

Ein herber Verlust ist indes der Wechsel von Vadim Sacultan zum Bundesligisten SV Alemannia Nackenheim. Er hält dem SVF aber als Trainer – gleichberechtigt im Team mit Münzenberger – die Treue. Und sollte das Kapitel Bundesliga für ihn irgendwann einmal beendet sein, „dann gibt es für Vadim nur den SV Fahrenbach“, sagt Schröder. Schließlich lebt der Moldawier in Fahrenbach.

Und auch Schröder hält nach wie vor fest zu seinem Heimatverein, trotz seines neuen Engagements beim SC Kleinostheim als „Leiter Lizenzsportler“. Beim Bundesligisten, für den auch SVF-Ikone Pascal Eisele ringt, „kümmere ich mich um Neuverpflichtungen, Gegneranalysen und Verträge“, sagt Schröder. Dem SVF bleibt der 31 Jahre alte Fahrenbacher als Sportlicher Leiter erhalten. Und er gibt auch gleich den Fahrplan für die Saison 2022 vor. Die Fahrenbacher peilen einen stabilen Mittelfeldplatz an, wollen Gegner wie Großostheim, Mömbris/Königshofen und den Nachbarn KSV Rimbach II wenigstens versuchen zu ärgern.

Mit dem 22 Jahre alten Tsvetan Evtimov hat sich der SVF für die Gewichtsklassen 98 und 130 Kilogramm dafür wohl den richtigen Mann an Bord geholt. Evtimov ist in Bulgarien mehrfacher Junioren- und U 23-Meister, ein Talent mit „sehr guter Veranlagung“, wie Schröder sagt. Die aktuelle Nummer zwei in Georgien in der Klasse bis 61 Kilogramm, Giorgi Gogiashvili, gehört nun ebenfalls der SVF-Auswahl an. Der Freistilspezialist „kommt mit gewissen Vorschusslorbeeren“, so Schröder: „Einige Bundesligisten waren an ihm interessiert, aber bei uns wird er durchkämpfen. Er sollte ein Punktegarant sein.“

Für die zweite Garnitur stehen ab sofort Nachwuchsringer Jemal Aylazov sowie der aus der Ukraine stammende Artem Cherneha bereit. Der Kern des Teams ist derweil erhalten geblieben. „Die Mannschaft hat eine gute Basis, das Grundgerüst steht“, sagt Schröder. Patrick Eisele mit seinen 32 Jahren ist mittlerweile der älteste Ringer. Und alle seien nach wie vor hochmotiviert. Schröder betont: „Wir haben ständig zwischen zehn und zwanzig Ringer im Training.“ Die beiden Teams trainieren gemeinsam. „Zwischen erster und zweiter Mannschaft werden wir rotieren“, sagt er. Mit dieser Methode waren die Fahrenbacher schon vergangenes Jahr erfolgreich.

Im Hinkampf kam die RWG deutlich „unter die Räder“ und hatte beim 6:26 in Fahrenbach keine Chance. Bei normaler Aufstellung könnte Ali Can Cakici versuchen seine knappe 1:3 Punktniederlage gegen Ion Soilita dieses Mal in einen Sieg zu drehen. Ebenso wird Florian Lamm auf Revanche gegen Jugendmeister Dominic Arnold aus sein. Der allerdings bisher eine starke Oberligasaison absolviert.

Auf einen schönen und erfolgreichen Heimkampf!