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Main-Echo: Trainingseinheit mit Ex-Bundesligaringer Felix Wissel

Vom Bürgermeister aufs Kreuz gelegt

Am Tag vor Hei­lig Abend schnür­te der Möm­b­ri­ser Bür­ger­meis­ter nach lan­ger Zeit wie­der ein­mal die Rin­ger­schu­he. »Ich ha­be sie im Schuh­re­gal re­la­tiv sch­nell ge­fun­den – zum Glück hat­te ich sie nicht weg­ge­sch­mis­sen«, be­rich­tet Fe­lix Wis­sel. Das rote Polohemd mit der Aufschrift »RWG Mömbris-Königshofen« passte auch noch – so stand einer Übungseinheit mit dem Nachwuchs der Ringerwettkampfgemeinschaft nichts mehr im Wege.

Neben Grundlagen zeigte Wissel den Kindern und Jugendlichen zwei seiner Lieblingstechniken: Die Beinschraube und die Brustpresse. »Die Brustpresse ist eigentlich mehr im Juniorenbereich verbreitet«, erklärt er. »Aber dann habe ich gesehen, dass sie russische Ringer auch bei den Senioren angewandt haben und sie von da an selbst eingesetzt.«

» Die Beinschraube konnte ich vorher noch nicht so gut. «

Samuel Hohm (14) ringt bereits seit sechs Jahren und hatte die Ehre, Felix Wissels »Sparringspartner« sein zu dürfen, als dieser den RWG-Junioren bei diesem besonderen Training in der RWG Arena am Bergheim eine Technik veranschaulichte. Das führte einige Mal dazu, dass Samuel dort landete, wo es Ringer am wenigsten mögen: auf den Schultern. Trotzdem fand er das Training mit dem früheren RWG-Crack klasse: »Die Beinschraube konnte ich vorher noch nicht so gut und ich habe auch sonst viel gelernt.« Auch Paul Schneider (8) war vom prominenten Trainer angetan: »Ich fände es toll, wenn er das wieder einmal machen würde.« Mal sehen, wann das Wissels prall gefüllter Terminkalender als Bürgermeister und dreifacher Familienvater wieder einmal zulässt.

Und wo ist es leichter, für Disziplin zu sorgen – beim RWG-Nachwuchs oder bei einer Gemeinderatssitzung? Auf diese Frage antwortet Felix Wissel salomonisch: »Das sind beides Herausforderungen.«

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Michael Noe

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