Main-Echo: Vier Verstärkungen für Ringer-Hessenliga: RWG Mömbris/Königshofen verbreitert den Kader
Die RWG Mömbris-Königshofen hat für die Ringer-Saison 2026 vier neue Athleten verpflichtet und nur einen Sportler verloren. Damit verbreitert der einstige Bundesligist nach dem Aufstieg von der Landes- in die Hessenliga sein personelles Aufgebot.
Für die Kampfabende im Bergheim Königshofen müssen die Fans künftig zwar wieder Eintritt bezahlen, bekommen dafür aber zwei Mannschaftskämpfe geboten.
Denn von der guten Entwicklung im Zuge des lokal und regional geprägten Neuaufbaus seit dem Rückzug des langjährigen Erstligisten aus der Oberliga zeugt in der anstehenden Runde auch die neue Zweitvertretung. Wenn die Saison am 5. September beginnt, wird neben dem RWG-Team, das in die Hessenliga aufgestiegen ist, frisch auch eine zweite Mannschaft in der Verbandsliga mitmischen.
Dieses Team soll aus Neulingen und Quereinsteigern bestehen und geht ohne spezielle Vorgabe in seine erste Kampfzeit. »Hier werden unter anderem fünf Jugendliche aus unserem eigenen Nachwuchs antreten«, kündigt Nico Beshka, sportlicher Leiter der RWG, an. Man habe die zweite Mannschaft gegründet, weil man »allen, die Lust haben, Kämpfe geben« wolle.
Künftig wieder Eintritt
Seit dem Comeback der Kahlgründer konnten die Besucher der Heimkämpfe die Begegnungen in der Verbands- und Landesliga kostenlos verfolgen. Mitunter kamen mehr Zuschauer als in der letzten Oberliga-Saison – bis zu 200 Anhänger demonstrierten, dass sie den eingeschlagenen Weg der RWG goutieren. Wer Mömbris-Königshofen künftig in der Hessenliga sehen will, muss indes wieder ein Eintrittsgeld entrichten. »Dafür kann man durch den Vorkampf der RWG II nun aber immer zwei Mannschaftskämpfe an einem Abend sehen«, so Beshka.
Die Männerteams gehen dabei erneut unter der Regie der Trainer Tino Rettinger (Freistil) und Rainer Oehme (Griechisch-römisch) auf die Matte. Der ehemalige deutsche Spitzenringer Rettinger hatte seine Aufgabe im Vorjahr übernommen und hat sich laut Beshka als »Glücksgriff« entpuppt. »Tino macht nicht nur als Trainer einen guten Job, sondern bringt sich auch in den Verein ein.« Da nach dem Aufstieg in die Hessenliga mit dem 80-Kilo-Limit just jene Gewichtsklasse hinzukommt, die Rettinger im freien Stil auch selbst abdecken könnte, sind vereinzelte Einsätze des Coachs nicht ausgeschlossen.
Gleichwohl muss es angesichts der Zugänge nicht dazu kommen. Denn die RWG hat unter anderem Tamerlan Bicekuev verpflichtet: Der reine Freistil-Athlet kann die Limits bis 75 und 80 Kilo abdecken und gehörte 2025 dem nordbadischen Regionalliga-Schlusslicht ASV Ladenburg an, wo er allerdings meist verletzt war. Etwas leichter ist ein anderer Zugang, der schon mal im Kahlgrund war: Iustin Mosneaga kämpfte in der Verbandsliga als Gastringer vom RC Erlensee für Mömbris/Königshofen; in der Vorsaison rang er für den AC Goldbach. »Er kann in den Gewichtsklassen bis 71 und 75 Kilo in beiden Stilarten ringen«, sagt Beshka.
Weitere Zugänge
Weitere Zugänge der RWG sind Zaki Mojiburahman und Tobias Hemberger. Mojiburahman ist ein junger Freistil-Athlet, der mit Gastringer-Status vom RC Erlensee ausgeliehen wird und das 61-Kilo-Limit abdecken soll. Hemberger kommt aus der Talentschmiede des SC Kleinostheim und ließ Ende März aufhorchen, als er mit 17 Jahren DM-Fünfter der U 20 wurde. Er soll die RWG im Greco-Limit bis 71 Kilo verstärken.
Gesucht wird noch ein Mann für die Klassen bis 57 und 61 Kilo. Einziger Abgang ist Schwergewicht Luca Pfaff, der zum TSV Gailbach gewechselt ist. Dort dürfte er in der zweiten Mannschaft in der Hessenliga zum Einsatz kommen. Nico Beshka kündigt außerdem an, dass die RWG auch in der Jugendliga Hessen wieder mit einer Mannschaft vertreten sein wird.
Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr
