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DRB – Tagung und Deutscher Ringertag in Bad Mergentheim  

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Sebastian
(@sebastian)
RWG Neuling Administrator
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21. Dezember 2019 8:32  

Aufatmen bei kleinen Vereinen – ab 2021 soll es wieder eine 2. Bundesliga geben / Ringer- und Ringerinnen des Jahres gekürt

Bad Mergentheim – Recht entspannt ging es am Samstag bei der Jahres-Hauptversammlung der Ringer zu, bedenkt man, dass der Deutsche Ringer- Bund nunmehr seit Jahren gegen die konkurrierende Deutsche Ringer- Liga klagt. DRB-Präsident Manfred Werner schnitt das leidige Thema mit den 5 abtrünnigen Mannschaften, die ihre eigene Profiliga gründeten und nun mit einer belgischen Mannschaft verstärkt, in ihre dritte Saison gingen, nur am Rande an, betonte jedoch den enormen Aufwand an Arbeit und Finanzen, die der Rechtsstreit den Ringern in beiden Lagern bislang kostete. Vielmehr- und mit großer Freude ging der 73-jährige Ringer-Chef, der seit 2005 die Zügel beim DRB in den Händen hält, die sportlichen Erfolge, die nicht nur den Aufwärtstrend der letzten Jahre unterstreichen, sondern auch die Stellung des deutschen Ringkamfsportes in Europa-, ja weltweit untermauern. 25 internationale Meisterschaftsmedaillen waren es allein 2019, die durch DRB-Ringer und Ringerinnen erkämpft wurden, wobei noch die Weltmeisterschaft der Altersklasse U-23 aussteht. „In Westeuropa haben wir eine gewisse ‚Vormachtstellung‘ erkämpft, gehören dort zu den erfolgreichsten Verbänden, aber wir haben auch schon mehrere osteuropäische Nationen hinter uns gelassen, in denen der Ringkampf zum Nationalsport gehört“, so Manfred Werner stolz auf die Athletinnen und Athleten, aber auch auf den gesamten Trainerstab. Den für die meisten Delegierten wohl spannendsten Part übernahm Christian Ganter (Südbaden), vom Bundesligaausschuss, der für das Jahr 2021 Strukturänderungen in den höchsten Kampfklassen ankündigte. In seinen Ausführungen ging Ganter bis zu 10 Jahre in der Geschichte der Bundesliga zurück, als es noch 20 Erst- und 30 Zweitbundesligisten gab. Es folgte ein kräftiger Aderlass, teils aus wirtschaftlichen-, aber auch personellen Engpässen heraus, so dass sich 2016 die höchste Kampfklasse nahezu auflöste-, vor allem nach dem gleich 5 Teams die 1. Bundesliga verließen und die eigenständige Deutsche

Ringer- Liga außerhalb des DRB gründeten. Es folgte die Verschmelzung der 1.- und 2. Bundesliga zur DRB-Bundesliga, die nicht alle Teams mitgingen, so das am Ende nur 21 Mannschaften in drei Staffeln die Kämpfe aufnahmen. Der Sprung von den Regionalligen in die nunmehr höchste Kampfklasse war für viele Teams zu groß, der Ruf nach der Wiedereinführung einer 2. Bundesliga wurde zuletzt immer lauter.
Nun soll sie also 2021 kommen, die erneute Strukturänderung, wobei Christian Ganter Möglichkeiten mit einer zweigeteilten 1. Bundesliga zu je 7 Teams und darunter zwei Staffeln 2. Bundesliga mit ebenfalls je 7 Mannschaften-, oder eine eingleisige 1. Bundesliga mit 9 Mannschaften- und darunter 2 Achter-Staffeln 2. Bundesliga aufzeigte. Eine Entscheidung darüber soll bei der Bundesligatagung im Dezember fallen. „Mir ist die Ligenstruktur im Grunde genommen egal, mein einziger Wunsch ist: sie muss funktionieren“, so DRB-Vize für Sport Günter Maienschein. Schon traditionell wurden beim ‚Deutschen Ringertag‘ die Sportler des Jahres gekürt. Ringerin des Jahres wurde Anna Schell (SC Isaria Unterföhring), die in Bukarest (ROU) Vize-Europameisterin wurde und bei den Weltmeisterschaften der Frauen in Nur-Sultan (KAZ) vor vier Wochen nicht nur Bronze gewann, sondern auch das Ticket zu Olympia 2020 in Tokio (JPN) löste. Bei den Männern kann sich nun Denis Kudla (SV Alemannia Nackenheim) Sportler des Jahres nennen, der bei Welt- und Europameisterschaften jeweils den 3. Platz erkämpfte und mit WM-Bronze ebenfalls die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio schaffte. Als Nachwuchsportler des Jahres wurden Patrick Neumaier (KSV Hofstetten) mit EM-Silber und WM-Bronze bei den Junioren, sowie Rebekka March (SV Warnemünde), als Europameisterin der Kadettinnen gekürt. Problemlos ging der Deutsche Ringertag im Landhotel Edelfinger Hof in Bad Mergentheim zu Ende, alle Anträge zu Änderungen der Satzung und Ordnungen, aber auch eine ‚sanfte‘ Beitragserhöhung fanden deutliche Mehrheiten.


Nicole Hammer gefällt das
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