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Main-Echo: TSV Gailbach baut Vorsprung aus

Der TSV Gail­bach ist Herbst­meis­ter der Rin­ger-Ober­li­ga Hes­sen: Die Aschaf­fen­bur­ger be­en­de­ten am Sams­ta­g­a­bend die Hin­run­de mit ei­nem 18:12 beim KSV Rim­bach II und wahr­ten auch im sechs­ten und letz­ten Kampf der ers­ten Sai­son­hälf­te ih­re wei­ße Wes­te.

Dazu profitierte Gailbach von einem Ausrutscher der RWG Mömbris/Königshofen und geht mit einem Polster in die Rückserie.

Perfekte Hinrunde

»Ich bin stolz auf die Mannschaft«, sagte TSV-Ringertrainer Christian Schöfer nach der perfekten Hinrunde. Einmal mehr zeigten die Gailbacher auch bei der gut aufgestellten Rimbacher Zweitliga-Reserve, dass sie personell rotieren können, ohne sportlich ins Hintertreffen zu geraten. Der moldawische Leistungsträger Vitalie Eriomenco fiel zwar aus, doch Ibrahim Guzan vertrat ihn trotz seiner knappen Niederlage würdig.

»Wir haben zwar nur fünf der zehn Duelle gewonnen, unser Sieg war aber zu keiner Zeit in Gefahr«, ordnete Schöfer den Sieg beim Aufsteiger und Kellerkind ein. Anschließend belohnten sich die Gailbacher mit einer Feier bis in den nächsten Morgen hinein, auch weil ein Ringer und ein Funktionär nach dem Kampf Geburtstag hatten. Schon jetzt mache sich Vorfreude auf den nächsten Samstag breit, wenn man – auch noch passend zur Gailbacher Kerb – den ASV Schaafheim zum Spitzenkampf und Rückrundenauftakt begrüße, blickte Schöfer voraus.

Hartes Stück Arbeit

Eben jene Schaafheimer sind hinter dem TSV Gailbach nun gleichauf mit Mömbris/Königshofen und nach den aktuellen personellen Möglichkeiten der gefährlichere Verfolger. In Niedernberg setzten sich die »Bachgau-Bären« am Freitag mit 16:9 durch. »Das war ein hartes Stück Arbeit«, sagte Schaafheims Ringer und Pressesprecher Jonas Höreth. »Man muss Niedernberg Respekt zollen, die werden in der Rückrunde noch einigen Teams Probleme bereiten.« Er glaube »nicht, dass Niedernberg auf dem letzten Platz abschließen wird«.

Nach der Vorrunde ist der KSC Germania allerdings Schlusslicht, hat wie der KSV Rimbach II nur einen von zwölf möglichen Punkten geholt. Gegen Schaafheim ging sogar Ringertrainer Dionysios Safaridis für die Niedernberger auf die Matte und siegte gegen David Bertram nach Punkten auch wegen Durchdrehern mit Armeinschluss. Bei den Schaafheimern feierte Lukas Buchheimer sein Blitzcomeback. Voriges Wochenende schien er nach einem Sturz neben dem Mattenrand noch schwerer verletzt. Selbst von seinen Prellungen war bei der knappen Niederlage gegen Hakan Iren nicht mehr viel zu merken.

RWG kassiert Klatsche

Die RWG Mömbris/Königshofen kassierte in Fahrenbach eine 6:26-Klatsche, die in dieser Höhe nicht zu erwarten gewesen war. Die Kahlgründer kämpften aber nicht nur mit dem stark aufgestellten Gegner, sondern auch mit eigenen Personalproblemen. Beispielsweise Ivaylo Tisov und Bayram Shaban fehlen weiterhin, und im Odenwald mussten die Mömbriser in Samuel Hohm und Philipp Reising nicht nur zwei Ersatzleute aufbieten, sondern auch das 57-Kilo-Limit frei lassen.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr