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Main-Echo: Schwere Saison wird in Niedernberg nüchtern eingeordnet

In der Rin­ger-Ober­li­ga ist der KSC Nie­dern­berg nach zwei Drit­teln der Hin­run­de das ein­zi­ge Team aus der Re­gi­on, das noch nicht ge­won­nen hat. In der Hes­sen­li­ga sieht es für den KSV Wal­da­schaff ähn­lich aus. Die bei­den Kel­ler­kin­der ver­za­gen aber nicht und ord­nen ih­re schwe­re Sai­son nüch­t­ern ein.

Die Niedernberger haben eigentlich einen guten Kader beisammen, dem mehr zuzutrauen war als das bisherige Remis bei Aufsteiger KSV Rimbach II. »Wir haben aber Probleme mit Verletzten in den Limits bis 57 und 86 Kilo«, erläutert Vorsitzender Peter Dölger, warum es ansonsten nur Niederlagen setzte. Zuletzt musste beispielsweise zweimal Ferhat Pakis in die klassische 86-Kilo-Klasse rücken, der zwar das Vertrauen der Verantwortlichen erhält, für den die Oberliga-Gegner meist aber noch zu stark sind. Überhaupt bringen die Niedernberger nach wie vor eine gute Mannschaft auf die Matte und scheuen sich nicht, das Kontingent der vier erlaubten Ausländer auszuschöpfen. Problem: Die anderen Vereine haben sich noch stärker und breiter aufgestellt, so etwa Tabellenführer TSV Gailbach, bei dem der KSC Germania am Samstagabend ran muss. Dölger verspricht aber, dass man weiter am ersten Saisonsieg arbeite: »Wir stellen immer unsere beste Mannschaft, wollen immer gewinnen. Es ist nie unsere Absicht, zu verlieren.«

Wir stellen immer unsere beste Mannschaft, wollen immer gewinnen. 

Einsätze für die Jungen

Letztlich setzen schlicht die personellen Möglichkeiten die Grenzen. Das erfährt eine Liga tiefer auch der KSV Waldaschaff. »Wir haben einige Verletzte und hoffen, dass wir sie bald zurückbekommen«, sagt Trainer Christian Trapp. »Dann stehen wir ein bisschen stärker und können vielleicht noch den einen oder anderen Kampf gewinnen.« So treten die Waldaschaffer am Samstag beim KSC Hösbach II an, der ebenfalls noch punktlos ist. Der KSV Bavaria geht das Risiko deutlicher Niederlagen ein Stück weit aber auch bewusst ein, um jungen Sportler Einsätze zu ermöglichen und sie durch Hessenliga-Erfahrung besser zu machen. Dieser Weg könnte zwar auf den letzten Platz in dieser Saison und 2023 damit in die Landesliga führen, ist aber in die Zukunft gerichtet. Trotzdem seien die bisherigen Ergebnisse nicht das Abbild des Leistungsvermögens des Waldaschaffer Kaders, sagt Trapp: »Wir konnten noch in keinem Kampf komplett stehen.«

Bären kehren zurück

Viel mehr Möglichkeiten hat unterdessen der ASV Schaafheim, der für seine zwei Mannschaften in Ober- und Hessenliga aus mehr als 30 Ringern wählen kann und dabei Toptalente und Haudegen mit Bundesliga-Erfahrung mit einzelnen ausländischen Kräften mischen kann. Nach einem kampffreien Wochenende kehren die »Bachgau-Bären« schon am Freitagabend mit Heimkämpfen gegen den SV Fahrenbach (Oberliga) und den KSV Seeheim (Hessenliga) auf die Matte zurück. Während sich in der Oberliga vieles auf den Titelzweikampf zwischen Gailbach und der RWG Mömbris/Königshofen zuzuspitzen scheint, sollte man die Schaafheimer trotz zweier Niederlagen gegen diese Gegner weiter auf dem Zettel haben.

In der Verbandsliga steht aus regionaler Sicht am Samstag das Derby zwischen der RWG Alzenau/Kahl und dem RV Haibach im Fokus. Der Spitzenkampf steigt zwischen der FSV Münster und dem KSV Wiesbaden.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr