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Main-Echo: Ringer der RWG Möm­b­ris-Kö­n­igs­ho­fen lassen sich von Stromausfall nicht stoppen

Ziem­lich lei­se war es an die­sem Wo­chen­den zu­min­dest zu Be­ginn des Ober­li­ga-Ring­kampfs zwi­schen der RWG Möm­b­ris/Kö­n­igs­ho­fen und dem KSV Rim­bach II: We­gen ei­nes Stro­m­aus­falls im Berg­heim Kö­n­igs­ho­fen konn­te der Hal­len­sp­re­cher die Ath­le­ten bei­der Mann­schaf­ten beim Ein­lau­fen we­der übers Mi­kro­fon vor­s­tel­len noch per Mu­sik be­g­lei­ten. Auch die Punktestände konnten zunächst nicht an die Wand projiziert werden und es funktionierte nur ein Teil des Lichts. Doch der ehemalige Bundesligist und Kampfrichterin Ramona Scherer zogen die Begegnung erfinderisch durch.

»Das ist meines Wissens nicht das erste Mal, dass hier im Bergheim der Strom ausgefallen ist«, sagte nach dem Kuriosum Benjamin Hofmann, Vorsitzender des KSC Mömbris. Hofmann ist seit kurzem an der Schulter verletzt, hat den Arm in der Schlinge, weiß aber findige Mitstreiter um sich: Die RWG kramte zunächst die manuelle Punktetafel hervor, »Zeit und Punkte liefen über den akkubetriebenen Laptop«.

So pfiff Scherer in dunkler Halle, wo über der Matte aber ein Teil der Leuchten ihren Dienst taten, trotzdem pünktlich an. Parallel dazu beauftragten die Hausherren einen Notdienst, der die volle Stromversorgung gegen 21 Uhr wieder hergestellt hatte. »Es gibt drei Leitungen hier hoch«, hatte sich Hofmann kundig gemacht. »Eine davon ist ausgefallen.« Das klare 28:10 für die RWG war auch wegen eines minimal übergewichtigen und eines aufgebenden Rimbachers weniger der Rede wert: »Viele Vierer, schneller Kampf, schlecht für die Zuschauer«, resümierte Hofmann.

Noch klarer gewann in der Oberliga sogar der TSV Gailbach gegen den SC Großostheim. Das 31:6 reichte aber noch nicht zur Meisterschaft, weil sich der SV Fahrenbach beim KSC Niedernberg dramatisch mit 17:16 durchsetzte und die Gailbacher weiter abfangen kann. Obwohl der TSV kurzfristig Aaron Sommer und Finn Köth aus der zweiten Mannschaft hochziehen musste, weil Marcel Fröhlich und Nico Tauber ausgefallen waren, brannte gegen die zuletzt deutlich besser aufgestellten Großostheimer nichts an. Der SC Frankonia kam nur zu neunt und in zwei Limits mit Verlegenheitslösungen. Die Routiniers Cem Güvener und Engin Ürün rangen diesmal nicht erneut. »Ich hatte die Großostheimer stärker erwartet, aber wie alle haben sie aktuell viele Probleme mit Verletzten und Kranken«, sagte Gailbachs Trainer Christian Schöfer. »Wir haben aber unsere Hausaufgaben gemacht und geliefert.«

Beim KSC Niedernberg hätte es wohl zum Coup gegen Fahrenbach gereicht, hätte man nicht vier Punkte im 80-Kilo-Limit abschenken müssen. Trotzdem hatte Miroslav Hristov im letzten Kampf des Abends gegen den vier Kilo leichteren Ion Soilita den Matchball, unterlag aber mit 1:3.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr