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Main-Echo: Geldstrafen, keine längeren Sperren für vier Ringer

Nach der Hin­run­de so­wie den ers­ten zwei Kampf­ta­gen der Rückrun­de hat es in den Li­gen des Hes­si­schen Rin­ger-Ver­bands (HRV) für Ath­le­ten aus der Re­gi­on bis­lang vier Ro­te Kar­ten we­gen Tät­lich­kei­ten ge­ge­ben – drei in der Ober­li­ga und ei­ne in der Hes­sen­li­ga.

Damit einher ging stets der Abbruch des Einzelduells und die Sperre am darauf folgenden Kampftag. Nun hat der HRV die ausführlichen Urteile gefällt: Das Quartett aus der Region muss kein weiteres Mal pausieren, wurde zusätzlich zur schon verbüßten Ein-Kampf-Sperre aber noch mit Geldstrafen in unterschiedlicher Höhe belegt.

Konkret betraf es die Schaafheimer Marcus Plodek und Eduard-Stefan Asan, den Gailbacher Frederik Linz und den Goldbacher Alexander Meßner. Plodek hatte sich im Rückrunden-Kampf des ASV Schaafheim in Gailbach zu einem Kinnhaken gegen Dumitru Strah hinreißen lassen und kassierte mit 400 Euro die höchste der Geldstrafen. Weil sich Plodek in den vergangenen Jahren stets als fairer Sportsmann präsentiert habe, verzichtete der Rechtsausschuss des HRV auf eine längere Sperre. Asan und Linz hatten sich im Hinkampf Ende September im Kampf jeweils eine Ohrfeige gegeben, wobei die erste laut Urteil von Asan kam, der deshalb etwas mehr Geld bezahlen muss. Meßner hatte Anfang Oktober im Goldbacher Heimkampf gegen den ASV Griesheim seinem Gegner Dominik Dzida ebenfalls eine Ohrfeige verpasst, nachdem Dzida ihm im Kampfgeschehen regelwidrig den Arm weggedrückt hatte. Gerade die Fälle Plodek und Meßner hatten auch maßgeblichen Einfluss darauf, dass ihre Teams den jeweiligen Mannschaftskampf durch die 0:4-Wertung dieser Einzelduelle verloren.

In der Oberliga steigt am Samstag nach einem kampffreien Wochenende der TSV Gailbach mit dem Spitzenkampf gegen die RWG Mömbris/Königshofen wieder ins Geschehen ein. Die RWG stand zuletzt stark. »Gailbach wird ein harter Brocken«, blickt Benjamin Hofmann, Vorsitzender des KSC Mömbris, voraus. »Wir werden unsere Mannschaft wieder ein bisschen umbauen und versuchen, das Beste rauszuholen.«

Im Derby beim ASV Schaafheim die ersten Rückrunden-Punkte holen will unterdessen der SC Großostheim. Nach der Heimniederlage gegen Niedernberg ist der Sportclub Frankonia Vorletzter. »Mit vielen Verletzten kannst du in der Oberliga nicht bestehen«, verweist Trainer Engin Ürün auf die missliche personelle Lage der Großostheimer, denen unter anderen das ungarische Schwergewicht fehlt. Wie stark die Verletzung von Mateusz Kaszpzrak ist, der sich gegen Niedernberg ebenfalls verletzte, konnte Ürün noch nicht sagen. Die Runde austrudeln lassen mag der SC Großostheim trotz aller Schwierigkeiten freilich nicht: »Wir wollen noch den ein oder anderen ärgern«, so Ürün.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr