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Main-Echo: Gailbach hat »Bock, im Hexenkessel zu bestehen«

Nach fast elf­mo­na­ti­ger Pau­se in­fol­ge des Ab­bruchs der Vor­sai­son An­fang No­vem­ber 2021 star­tet in den Li­gen des Hes­si­schen Rin­ger-Ver­bands am Wo­che­n­en­de die Run­de 2022. So­wohl in der Ober- als auch in der Hes­sen­li­ga ste­hen zum Auf­takt pri­ckeln­de Der­bys an.

In der Oberliga richten sich viele Augen schon am Freitagabend gen Schaafheim. Dort empfangen die »Bachgau-Bären« in der bekannt engen Kulturhalle den TSV Gailbach. Zwei Kandidaten auf die Meisterschaft und den Zweitliga-Aufstieg messen dabei sofort ihre Kräfte. Schaafheims Sportlicher Leiter Michael Trippel geht von vielen engen Duellen aus, »die Chancen stehen 50 zu 50«. Gailbachs Trainer Christian Schöfer zollt dem Gegner Respekt und macht dennoch eine Kampfansage: »Die Schaafheimer haben einiges auf die Beine gestellt. Wir wollen aber dagegenhalten und haben Bock, in diesem Hexenkessel zu bestehen!«

Dabei sind mehrere hochklassige Vergleiche zu erwarten. So könnten im 80-Kilo-Freistil-Limit etwa der Schaafheimer Lucas Diehl und der Gailbacher Dumitruh Strah aufeinandertreffen. In der 98-Kilo-Freistil-Klasse könnte Schaafheims Trainer Marcus Plodek, der nach seinem Abschied von Bundesligist SC Kleinostheim nun auch für die Bachgauer kämpfen wird, auf Timo Schadler treffen. »Wir freuen uns auf einen phänomenalen Kampf«, blickt Trippel voraus.

Holprige Vorbereitung

Etwas klarer sind die Rollen zwischen der RWG Mömbris/Königshofen und dem KSC Niedernberg am Samstagabend verteilt. Die Gastgeber sind favorisiert, der Mömbriser Vorsitzende Benjamin Hofmann berichtet allerdings von einer »etwas holprigen Vorbereitung mit der ein oder anderen Verletzung«. Dennoch werde man »eine schlagkräftige Mannschaft auf die Matte bringen«. Bei den Niedernbergern darf man gespannt die ersten Debüts auch manch ausländischen Zugang erwarten. Neue Ringer kommen beim KSC Germania unter anderem aus Italien, Bulgarien und der Ukraine. Das Greco-Schwergewicht könnte der frühere Kleinostheimer Bundesliga-Ringer Michalis Iosofidis besetzen.

Beim SC Großostheim erwartet man zum Start den SV Fahrenbach, »ich habe mich aber nicht mit den anderen Mannschaften befasst«, behauptet Frankonia-Trainer Engin Ürün. Zum eigenen Aufgebot äußert er sich nur vage: »Wir haben immer noch Corona und Verletzungen sind immer möglich. Deswegen muss man schauen, am Wochenende die Mannschaft komplett auf die Matte zu kriegen«. Dort könnte es nach der Verpflichtung der (aus ihrem Heimatland ins Bachgau pendelnden) Zugänge Krisztian Angyal, Laszlo Varsanyi und Csaba Horvath öfters mal ungarisch werden.

In der Hessenliga empfängt der AC Goldbach den SC Kleinostheim II. Letzterer will mit einem Mix aus internationalen und regionalen Talenten durch die Liga pflügen und in die Oberliga aufsteigen. Ex-Serienmeister Goldbach ist daher Außenseiter. Die Reserven aus Schaafheim und Hösbach starten mit Heimkämpfen gegen Frankfurt-Griesheim und Seeheim. Der KSV Waldaschaff ist am ersten Kampftag der sieben Teams umfassenden Hessenliga kampffrei.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr