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Main-Echo: Oberligist TSV Gailbach holt Moldawier und drei Rückkehrer

Rin­ger-Ober­li­gist TSV Gail­bach hat sei­ne Ka­der­pla­nung für die Sai­son 2022 ab­ge­sch­los­sen. Der Aschaf­fen­bur­ger Stadt­teil-Club hat sich mit vier Ath­le­ten ver­stärkt und ver­zeich­net le­dig­lich ei­nen Ab­gang. Von der brei­te­ren per­so­nel­len Be­set­zung soll auch die zwei­te Mann­schaft in der Lan­des­li­ga pro­fi­tie­ren.

Darüber hinaus vermeldet der Verein Neues aus dem Trainer-Team.

Neuer Mannschaftsführer

Wie Chef-Coach Christian Schöfer, der den Gailbachern in dieser Funktion erhalten bleibt und weiter auch als Ringer zur Verfügung steht, erläutert, unterstützt nun Felix Köth den TSV einmal wöchentlich im technischen Freistil-Training. Zudem hat man in Sebastian Höglmeier einen neuen Mannschaftsführer ernannt. »Sebastian ist auch ein super Trainingspartner für unsere Sportler«, sagt Schöfer.

Mit der personellen Entwicklung der vergangenen Wochen ist der Trainer zufrieden: »Der Kader steht«, so Schöfer, weitere Änderungen seien nicht mehr geplant. Unter dem Strich hat sich das Aufgebot für die zwei Mannschaften in der Ober- und Landesliga um drei Ringer vergrößert. Wobei alle vier Zugänge vor allem für die erste Mannschaft gedacht sind.

Unter ihnen sind gleich drei Rückkehrer, die bereits früher das Gailbacher Trikot trugen. Allen voran Evgenij Titovski: Nach mehreren Jahren in der Bundesliga kämpft der Klassiker nun wieder in der Oberliga, die ab dieser Saison durch die Wiedereinführung der 2. Bundesliga nur noch die dritthöchste Ebene im deutschen Ringen darstellt. Weil sich über der Oberliga auch jetzt nur unwesentlich mehr Mannschaften in 1. und 2. Bundesliga versammeln als zuvor in der viergleisigen Bundesliga, ähnelt das Niveau in der höchsten HRV-Landesklasse trotzdem weiter dem einer »heimlichen« 2. Liga.

Titovski also ist zurück bei den Aschaffenburgern, nachdem er in der Saison 2021/22 für Erstligist KSC Hösbach auf die Matte gegangen war. Dort hatte der Gailbacher Rückkehrer, den Coach Schöfer aus der gemeinsamen Zeit bei der RKG Reilingen-Hockenheim kennt, auch wegen der hochkarätigen Konkurrenz in seinem Limit Probleme. In der Oberliga ist Titovski für die griechisch-römischen Klassen bis 80 und 86 Kilo eingeplant und dürfte dort zum Siegringer werden.

Gleiches erhoffen sich die Gailbacher auch von Frederik Linz und Marcel Fröhlich. Beide feiern ebenfalls ihr Comeback beim TSV. Linz gehörte zuletzt dem SC Kleinostheim an, war dort Teil des Hessenliga-Teams. »Er ist fürs 75-Kilo-Freistil-Limit ein Topmann und hat das Ringen in Gailbach gelernt«, freut sich Schöfer über die Verpflichtung mit »Stallgeruch«.

Den bringt auch Fröhlich mit, der die Ringerschuhe zuletzt für den KSV Rimbach schnürte. Er bringt derzeit rund 90 Kilo auf die Waage, kann die Freistil-Limits bis 86, 98 und sogar 130 Kilo besetzen.

>> Wir sind jetzt sehr flexibel und gut aufgestellt. <<

Einziger Neuling, der zuvor noch nie in Gailbach oder überhaupt am Untermain kämpfte, ist Vitalie Eriomenco. »Er ist in Moldawien die Nummer eins um U23-Bereich und ein großes Talent«, sagt Schöfer über diesen Zugang. Eriomenco ist fürs Greco-Limit bis 61 Kilo vorgesehen.

Einziger Abgang des TSV Gailbach ist Marius Weisser. Das Schwergewicht, das zuletzt vor allem in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam, hat sein Studium in Frankfurt beendet und zieht zurück in den Schwarzwald. »Alle anderen Sportler sind geblieben«, berichtet Christian Schöfer. »Wir sind jetzt sehr flexibel und gut aufgestellt und hoffen, dass wir nicht wieder so ein Seuchenjahr wie 2021 kriegen.« Womit der Trainer nicht Corona meint, sondern die vielen schweren Verletzungen, die Gailbacher Ringer voriges Jahr ereilten. Bleibt dieses Verletzungspech diesmal aus, soll der TSV nicht nur in der Oberliga eine gute Rolle spielen: »Durch die Verbreiterung unseres Kaders und die nach Verletzungen wieder zurückkehrenden Sportler haben wir auch eine gute zweite Mannschaft.«

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr