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Main-Echo: ASV Schaafheim verstärkt sich mit Plodek und Eich

Der ASV Schaaf­heim hat schon im Ja­nuar sei­ne Per­so­nal­pla­nung für die im Sep­tem­ber star­ten­de Rin­ger­sai­son 2022 ab­ge­sch­los­sen – und wie:

Unter anderem mit namhaften Zugängen aus der Bundesliga verstärkten und verbreiterten die »Bachgau-Bären« ihren Kader, wovon nicht nur die erste Mannschaft in der Oberliga, sondern auch die in die Hessenliga aufgestiegene Zweite profitiert.

Bestwert beim Publikum

Die im November abgebrochene, aber mit Aufsteigern gewertete Saison 2021 in den Landesklassen des Hessischen Ringer-Verbands war für die Schaafheimer die erste seit der Neuformierung und Verjüngung des ASV-Vorstands und der Oberliga-Rückkehr der ersten Mannschaft gewesen. »Es war eine zufriedenstellende Saison, auf der man aufbauen kann«, sagt der Sportliche Leiter Michael Trippel. Fast schon ein Understatement, denn die erste Mannschaft musste sich zwar den Spitzenteams Rimbach, Mömbris/Königshofen und – ob der Rivalität besonders schmerzhaft – Großostheim geschlagen geben, besiegte aber die etablierten Oberligisten Fahrenbach, Gailbach und Niedernberg. Mit 500 Derby-Zuschauern gegen Großostheim lieferten die Bachgauer überdies den HRV-weiten Bestwert beim Publikum ab. »Auch gegen Niedernberg und Rimbach hatten wir einen wahnsinnigen Zuspruch«, freut sich Trippel.

Der Vorsitzende Maximilian Musel hebt zudem die verlustpunktfreie Abbruch-Meisterschaft des ASV II in der Landesliga hervor. »Jetzt will sich unsere zweite Mannschaft in der Hessenliga beweisen, die zwar superstark ist, in die wir aber nicht mit gesenktem Kopf gehen.« Aus gutem Grund, schließlich könne man »pro Wochenende auf 20 gute Sportler zurückgreifen«. Der Gesamtkader ist sogar noch deutlich größer. Was daran liegt, dass die Schaafheimer alle bisherigen Athleten halten konnten (nur der Verbleib von Tom Pusch wackelt) – und an einem halben Dutzend Zugängen.

Davon stechen mehrere auf ganz unterschiedliche Art hervor. Allen voran Marcus Plodek: Er hat nicht nur (wie auch Greco-Coach Feti Karakas) sein Engagement als Freistil-Trainer verlängert, sondern geht für die Schaafheimer ab kommender Saison auch als Ringer in den Freistil-Limits bis 86, 98 und 130 Kilo auf die Matte. Damit verlässt der Deutsche Meister von 2013 den Erstligisten SC Kleinostheim, bei dem er besonders in den Oberhaus-Jahren 2018 und 2019 überzeugte. »Er will’s noch mal wissen und trainieren wie in seinen besten Bundesliga-Zeiten«, verspricht ASV-Pressesprecher Jonas Höreth.

Toptalent verpflichtet

Ebenfalls aus Liga eins kommt Greco-Mann Jakob Eich (75 und 80 Kilo), der in der abgelaufenen Saison (wegen einer Verletzung nur einmal) für den KSC Hösbach zum Einsatz kam. Eines der regionalen Toptalente, das in beiden Stilarten ringen kann, haben die Schaafheimer mit Marius Botezatu (57 und 61 Kilo) von der SG Arheilgen verpflichtet. Zurück vom SC Großostheim ist mit Lukas Fischmann (71 und 75 Kilo Greco) weiterhin ein Ur-Schaafheimer und potenzieller Publikumsliebling.

Vor allem für die zweite Mannschaft gedacht sind die schon länger mittrainierenden, aber noch nicht eingesetzten Cengiz Eker (TSV Gailbach, 75 Kilo Freistil) und der erfahrene und flexible Dominik Diessner (FSV Münster). Zudem hebt Jonas Höreth heraus, dass in Tobias Peter, Edvard-Sandor Vajda und Jens Steiniger drei zuletzt kürzer getretene Ringer nun wieder »voll durchziehen« wollten. Quantitativ wäre jetzt sogar ein drittes Männerteam möglich. Aus organisatorischen Grünen belässt es der ASV Schaafheim in der Saison 2022 aber bei zwei Männerteams und einem Jugendteam.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr