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Main-Echo: »Situation könnte nicht besser sein!«: Euphorisierte Schaafheimer empfangen Rimbach zum Oberliga-Duell der Unbesiegten

Drei Tage in Folge kann man an diesem Wochenende hochklassige Ringkämpfe am Untermain erleben – vom Freitags-Derby zwischen den Hessenligisten Goldbach und Hösbach II über einen Oberliga-Gipfel und ein Oberliga-Derby am Samstag in Schaafheim beziehungsweise Niedernberg bis hin zum Hessenliga-Vergleich zur Kaffee- und Kuchenzeit am Sonntagnachmittag zwischen Kleinostheim II und Waldaschaff.

Brisant wird es vor allem am Samstagabend in der Schaafheimer Kulturhalle: Wenn die »Bachgau-Bären« auf den KSV Rimbach treffen, stehen sich die einzigen noch unbesiegten Oberligisten dieser Saison gegenüber. »Die Situation könnte nicht besser sein!«, frohlockt Schaafheims Sportlicher Leiter Michael Trippel vor dem Gipfeltreffen.

»Wir sind im Flow«

»Wir sind im Flow, können Rimbach ärgern – und einer wird seine weiße Weste verlieren.« Zwar müsse auf Schaafheimer Seite »alles laufen«, damit der Coup gelingt und der Topfavorit auf die Zweitliga-Qualifikation nicht nur ins Wanken, sondern zu Fall gebracht werden kann. Doch dürfte den Schaafheimern ein Zuschauerzuspruch jenseits der 300 Fans sicher sein. »Die Halle wird beben«, blickt Trippel voraus.

Und auch die sportliche Hoffnung auf die Überraschung hat ihre Berechtigung: Den KSC Niedernberg zum Beispiel schlugen die Schaafheimer in dieser Runde schon mit 21:8, während Rimbach bei seinem 20:16 über denselben Gegner mehr Mühe hatte. Erneut dürften die variablen Schaafheimer zudem personelle Überraschungen und Umstellungen aus dem Hut zaubern. Gerade in den unteren Limits und im Greco-Schwergewicht, wo Rimbach mit seinem Ringertrainer und mehrmaligen ungarischen Meister Laszlo Antunovits antritt, werden die Trauben aber sehr hoch hängen.

Eine Begegnung auf Augenhöhe ist zwischen dem KSC Niedernberg und dem SC Großostheim zu erwarten, obgleich die Niedernberger bislang das unbesetzte 75-Kilo-Greco-Limit plagte. Die Großostheimer haben inzwischen zwei Siege auf der Habenseite, der KSC Germania noch keinen. Gerade in den unteren Limits kommen die Niedernberger noch nicht gegen die starke Konkurrenz an. Unter anderem die Zugänge Maximilian Klamert und Kasum Israpilov überzeugten noch nicht, wobei man vor allem bei zweitgenanntem auf bessere Ergebnisse gebaut hatte. In den Limits ab 80 Kilo aufwärts können die Niedernberger hingegen allen Gegner wehtun.

Großostheim freilich hat mit Simon Pilzweger (80 Kilo Freistil), Bence Fulai (86 Kilo Greco) und Zoltan Szep (98 Kilo Freistil) in diesem Bereich seinerseits Hochkaräter im Aufgebot. Wenn im Halbschwergewicht Szep und Mojtaba Ziaei aufeinandertreffen, wird man in der Niedernberger Hans-Hermann-Halle wohl mit der Zunge schnalzen dürfen.

Der TSV Gailbach tritt am Samstag in Fahrenbach an. »Gegen Fahrenbach und Niedernberg können wir in der Hinrunde noch was holen«, sagt TSV-Trainer Christian Schöfer, der jüngst gegen Schaafheim erstmals in dieser Saison selbst auf die Matte ging. Wegen Personalproblemen dürfte das noch öfter der Fall werden, und mit seiner Bundesliga-Routine ist Schöfer weiter eine positive Bilanz zuzutrauen.

»Auf dem Zahnfleisch«

Die dürfte seiner Mannschaft über die gesamte Saison hinweg nicht mehr gelingen, »wir stehen in der Rückrunde aber etwas stärker«, blickt er voraus. Wegen vieler Verletzte gehe man jedoch »auf dem Zahnfleisch«. Gegen Fahrenbach kommt es darauf an, der starken Mittelachse des Kontrahenten nicht mehrmals die Maximalzahl an Mannschaftspunkten zu genehmigen.

In der Hessenliga will der AC Bavaria Goldbach am Freitagabend den Nachbarn KSC Hösbach II in Schach halten. Die erste Mannschaft der Hösbacher ringt erst tags drauf, so dass auch viele Fans der »Vikings« zu erwarten sind.

Jene Anhänger des KSV Waldaschaff, die am Sonntagnachmittag in die Kleinostheimer Maingauhalle kommen, können anschließend noch den Bundesliga-Kampf zwischen Kleinostheim und Lübtheen erleben. Der Ausgang beider Hessenliga-Partien ist schwer vorherzusagen. Bisher ist die zweithöchste Landesklasse auch die am wenigsten berechenbare.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr

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