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Main-Echo: Oberligist rüstet nach: TSV Gailbach holt die Ringer al Gunid und Streib – Derby-Auftakt bei der RWG Mömbris-Königshofen

Rin­ger-Ober­li­gist TSV Gail­bach hat sei­nen Ka­der nach­ge­rüs­tet. Mit der Verpf­lich­tung von zwei Sport­lern rea­gier­te der Aschaf­fen­bur­ger Stadt­teil-Ve­r­ein auf ein Duo, das in der Sai­son 2021 ent­ge­gen ur­sprüng­li­cher Pla­nun­gen nicht zur Ver­fü­gung ste­hen wird. In­zwi­schen lie­gen auch die Kampf­plä­ne für Ober-, Hes­sen-, Lan­des- und Ver­bands­li­ga vor. Am ersten Oberliga-Kampftag wird es ein Untermain-Derby geben.

Die Gailbacher stellten schon vor einigen Monaten einen ambitionierten Kader zusammen, dem in der sieben Teams umfassenden Oberliga durchaus einer der ersten drei Plätze zuzutrauen ist. So früh der TSV mit seiner Personalplanung durchschien – das Gerüst stand bereits im Januar -, so spät musste er noch einmal reagieren: Dimitru Strah und Manuel Schlereth stehen nämlich nicht mehr zur Verfügung.

Ringertrainer Christian Schöfer nennt mit Blick auf seine eigentlich fest eingeplanten Athleten vor allem berufliche und studienbedingte Gründe. »Wir werden sie bestenfalls noch im Notfall abrufen können.« Schmerzhafte Einschnitte im Freistil-Limit bis 75 Kilo und in den Greco-Limits bis 75 und 80 Kilo.

Doch Gailbach hat noch rechtzeitig reagiert. Fürs 75-Kilo-Freistil haben sie einen zigfachen Landesmeister geholt: Abdullah al Gunid holte bereits 13-mal den Titel im Jemen. In der deutschen Liga rang er zwar noch nie und ist vom Gewicht her auch eher ein 71-Kilo-Mann. Doch Schöfer geht davon aus, dass er Strah gleichwertig ersetzen kann. »Abdullah wohnt zudem in der Region, spricht perfekt Deutsch und ist sehr zuverlässig.«

Das gelte auch für den zweiten Zugang für die zwei genannten griechisch-römischen Klassen: Dimitri Streib kommt vom AC Ziegelhausen. Der 30-Jährige rang früher schon in Gailbach; die regionale Ringerszene kenn außerdem seinen Bruder Waldemar Streib und seinen Cousin Evgenij Titovski, der kommende Saison für Bundesligist KSC Hösbach kämpfen wird. »Wir sind durch die personellen Veränderungen nicht schwächer geworden«, glaubt Schöfer.

Ein Härtetest wird in der mutmaßlich recht ausgeglichenen Oberliga wohl jedes Duell. Am ersten Kampftag (11. September) steht für die Gailbacher das Derby bei der RWG Mömbris/Königshofen an. Der SC Großostheim startet daheim gegen Topfavorit KSV Rimbach. Der ASV Schaafheim reist zum SV Fahrenbach, der KSC Niedernberg ist kampffrei. In der Hessenliga müssen der KSV Waldaschaff (beim KSC Hösbach II) und Aufsteiger AC Goldbach (beim ASV Frankfurt-Griesheim) zunächst auswärts ran.

In Landes- und Verbandsliga sind die Kampfpläne bis zur HRV-Versammlung mit den Vereinsvertretern (diesen Samstag in Aschaffenburg) noch mit Vorsicht zu genießen. Die Landesliga umfasst derzeit sieben Teams, die Verbandsliga nur fünf. Der Verband hofft, dass sich noch ein Landesligist für die niedrigere Verbandsliga entscheidet.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr