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Main-Echo: Lag Dreglea auf den Schultern? ASV Schaafheim nach 18:10 in Gailbach neuer Oberliga-Spitzenreiter

In der Rin­ger-Ober­li­ga Hes­sen hat der ASV Schaaf­heim die Gunst der Stun­de ge­nutzt und die Ta­bel­len­füh­rung er­obert. Wäh­rend der bis­he­ri­ge Pri­mus Rim­bach kampf­f­rei wa­ren, setz­ten sich die »Bach­gau-Bä­ren« beim TSV Gail­bach mit 18:10 durch. Die RWG Mömbris/Königshofen schlug den KSC Niedernberg mit 20:13, der SC Großostheim gewann gegen den SV Fahrenbach mit 22:16.

Vor vollem Haus in Gailbach war der Schaafheimer Sieg längst nicht so klar, wie es das 18:10 suggeriert. Zwar besiegte der erstmals in dieser Saison eingesetzte Publikumsliebling Anatoli Dreglea den Gailbacher Nico Tauber technisch überlegen, doch soll Dreglea bei hoher Führung auf die Schultern geraten sein. »Das haben sogar die Schaafheimer zugegeben«, sagte Gailbachs Ringertrainer Christian Schöfer, der Kampfrichter Alexander Geck »ansonsten eine gute Leistung« bescheinigte. Aus Schaafheimer Kreisen war zu hören, dass zwischen Dregleas Schulterblättern und dem Boden »kaum noch ein Blatt Papier gepasst« hätte. Dreglea befreite sich wieder, holte ein 4:0 statt einem 0:4. »Wenn wir da den Sieg holen, geht es mindestens 14:14 aus«, sagte Schöfer. Dann wäre sein letzter Kampf des Abends gegen Jens Steiniger auch nicht mehr bedeutungslos gewesen, »und ich hätte statt einer Zwei wahrscheinlich eine Drei oder Vier geholt, so dass wir noch gewonnen hätten«.

Dennoch musste keiner der 200 Zuschauer sein Kommen bereuen. »Das war ein toller Kampfabend«, so Schöfer. Schaafheims Sportlicher Leiter Michael Trippel freute sich über »gelungene Umstellungen, ohne die wir wohl verloren hätten«. Unter anderem der Vergleich zwischen Gailbachs Dimitruh Strah und Schaafheims Lucas Diehl im 80-Kilo-Freistil-Limit verzückte das Publikum. Hauchdünn setzte sich Diehl dabei durch. Der für Gailbach ringende Rumäne Claudiu-Emanuel Pal brachte dem Schaafheimer Kroaten Tony Brala die erste Niederlage bei. Schaafheim erklomm Platz eins, Rimbach folgt punktgleich dahinter. Nächsten Samstag treffen beide Topteams in Schaafheim aufeinander. »Die Leute werden uns die Bude einrennen«, blickte Trippel voraus.

Hausaufgaben gemacht

Mömbris/Königshofen blieb durch sein 20:13 gegen Niedernberg derweil oben dran. »Die Mannschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht«, sagte Vorsitzender Benjamin Hofmann. Gerade in den unteren Limits dominierte die RWG. Beide Teams konnten nur mit neun Ringern kämpfen: Der Mömbriser Cihan Besli stand wegen Bandscheiben-Problemen nur pro forma im 98-Kilo-Freistil-Limit, die Niedernberger brachten zum dritten Mal in dieser Runde keinen 75-Kilo-Greco-Mann auf die Matte. Hofmann hob besonders Florian Lamm hervor: »Er war gesundheitlich angeschlagen und hat Tobias Fischer dennoch klar besiegt. Florian war deshalb einer der Matchwinner.« Niedernberg gewann ab der 80-Kilo-Klasse aufwärts alle Duelle, zweimal aber nur knapp. Unter anderem musste sich im Schwergewicht 123-Kilo-Mann Peter Dölger gegen 93-Kilo-Athlet Sascha Büchner mit zwei Mannschaftspunkten begnügen.

Ausländer holen das Maximum

Der SC Großostheim setzte sich durch den zweiten Saisonsieg von den Kellerkindern Niedernberg und Gailbach ab und distanzierte durch das 22:16 auch den SV Fahrenbach. Alle drei Ausländer im Team – Viktor Terzi, Bence Fulai und Zoltan Szep – holten das Vier-Punkte-Maximum. Deniz Güvener, Marvin Rossi und Simon Pilzweger steuerten die weiteren Siege bei.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr

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