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Main-Echo: HRV bricht Saison auf Landesebene ab

Die Sai­son 2021 in den Lan­des­klas­sen des Hes­si­schen Rin­ger-Ver­bands (HRV) ist be­en­det. Der HRV be­sch­loss in sei­ner Haupt­aus­schuss-Sit­zung am Don­ners­ta­g­a­bend den Ab­bruch der seit sechs Wo­chen un­ter­bro­che­nen Run­de in der Ober­li­ga, Hes­sen­li­ga, Lan­des­li­ga und Ver­bands­li­ga.

Entgegen bisheriger Hoffnungen wird die Saison also nicht mehr ab Ende Januar zu Ende gebracht. Zugleich benannte der Verband die vier Meister und Aufsteiger.

Klares Umfrageergebnis

Vorausgegangen war eine Umfrage unter jenen Vereinen aus Hessen und dem ebenfalls im HRV mitmischenden bayerischen Ringerbezirk Main-Spessart, die mindestens ein Männerteam stellen. Die Jugendliga war schon im November abgebrochen und letztlich auch das vorgezogene Finalturnier abgesagt worden. »Bis auf einen Verein haben alle an der Umfrage teilgenommen«, berichtete am Freitag HRV-Präsident Karl Rothmer (Darmstadt). »Die große Mehrheit der Vereine hat für einen Abbruch gestimmt.«

Dem folgte der Hauptausschuss mit seinem einstimmigen Beschluss. »Vor sechs Wochen hatten wir noch die Hoffnung, dass sich bis Mitte Dezember etwas ändert«, sagte Rothmer. »Das war aber nicht so. Wir hoffen nun, dass vor allem das Impfen wieder einen Wettkampfbetrieb ab Frühjahr ermöglicht.« Dies würde dann zwar nicht mehr den Ligabetrieb tangieren, der auf Landesebene erst im September 2022 mit der nächsten Saison neue Fahrt aufnimmt. Am 19. und 20. März möchte der HRV aber zumindest die Einzel-Hessenmeisterschaften der Jugendlichen durchführen. »Später geht es nicht, weil dann die deutschen Meisterschaften beginnen«, erläuterte Rothmer. Derzeit droht am genannten Wochenende allerdings noch eine Terminkollision mit dem großen »Kahlgrund-Turnier« der RWG Mömbris/Königshofen. Der Verband hat die RWG um Verlegung gebeten.

Vier Aufsteiger, keine Absteiger

Da bis zur Unterbrechung im November in allen hessischen Ringerligen zumindest die Hinrunde komplett absolviert worden war und in den Klassen damit jeder mindestens einmal gegen jeden gerungen hatte, beschloss der HRV zudem, auf Grundlage der Hinrunden-Tabelle die Meister zu benennen. Damit steigt Oberliga-Champion KSV Rimbach (der klar Erster war und wohl auch sportlich nicht mehr zu stoppen gewesen wäre) in die 2022 wieder eingeführte 2. Bundesliga auf. Enger ging es in der Hessenliga zu, wo nun der KSV Rimbach II in die Oberliga aufsteigen darf. Klar vorn lag Landesliga-Primus ASV Schaafheim II, der nächstes Jahr in der Hessenliga kämpfen darf. Der RC Erlensee steigt aus der Verbands- in die Landesliga auf.

Absteiger gibt es auf HRV-Beschluss wegen des Abbruchs diesmal keine. Demnächst wird noch der Meldeschluss für die Saison 2022 festgelegt. Der Verband hofft mit einer im nächsten Jahr vielleicht deutlich besseren Corona-Lage auf die Meldung mehrerer neuer Teams, die die sehr ausgedünnte Verbandsliga (ohne Erlensee jetzt noch vier Mannschaften) stärken würden.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr