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Main-Echo: Die RWG Mömbris/Königshofen gewinnt Spitzenkampf und schlägt Schaafheim

In al­len hes­si­schen Rin­ger­li­gen gab es am Wo­che­n­en­de min­des­tens ei­nen Spit­zen­kampf. In der Ober­li­ga brach­te sich die RWG Möm­b­ris/Kö­n­igs­ho­fen durch ei­nen Sieg über den ASV Schaaf­heim als ers­ter Ver­fol­ger des KSV Rim­bach in Stel­lung.

Vorahnung an der Waage

Im Duell zwischen Mömbris und Schaafheim ahnte RWG-Chef Benjamin Hofmann bereits beim Wiegen, dass sein Team den Vergleich des Zweiten gegen den Dritten gewinnen würde. »Ich habe gesehen, dass die Schaafheimer anders stehen als sonst«, sagte er. In der Tat habe man »improvisieren« müssen, sagte der Sportliche Leiter des ASV, Michael Trippel. Denn den Bachgauern fehlten am Samstag zur Bestbesetzung Tom Pusch und Martin Toth.

Dennoch entwickelten sich beim Mömbriser 21:9 schöne Duelle. »Der beste Kampf des Abends war für mich jener von Simon Scheibein gegen Tony Brala«, resümierte Hofmann. Der für Schaafheim ringende Kroate ging zwar mit 3:0 in Front, wurde vom taktisch und technisch stark kämpfenden RWGler aber fast noch ausgepunktet und unterlag mit 3:15. Im Freistil-Fliegengewicht fehlte den Hausherren zwar erstmals der Engländer Harvey Ridings (rang ein Turnier), doch mit Ivaylo Tisov bot man gegen Eliah Lucyga adäquaten Ersatz an. Am Vorabend seines 19. Geburtstags schlug Tisov den noch jüngeren Schaafheimer mit 19:5. Für die Gäste setzte unter anderem Julian Höreth durch ein 4:1 über den bundesligaerfahrenen Kevin Müller ein Ausrufezeichen.

Ein solches blieb dem TSV Gailbach vor heimischer Kulisse gegen Spitzenreiter KSV Rimbach verwehrt. Beim 7:23 gingen zwar sechs Kämpfe über die volle Distanz, doch nur Claudiu-Emanuel Pal und Dumitruh Strah punkteten für die Aschaffenburger. Eine bereits (mindestens) für die 2. Bundesliga reife Leistung – für das 2022 wieder eingeführte Unterhaus wollen sich die Rimbacher qualifizieren – bot im 130-Kilo-Greco-Limit Gästeringer Rafael Krajewski, der den langjährigen Erstliga-Mann Felix Radinger mit 11:1 besiegte.

Der KSC Niedernberg holte in Fahrenbach auf der Matte zwar vier Siege, quittierte aber doch eine 0:40-Niederlage. Schon an der Waage stand sie fest, weil die Unterfranken ein Limit unbesetzt ließen und in zwei Klassen übergewichtige Sportler aufboten. Weh taten vor allen die 100 Gramm Übergewicht von Khachik Gasparyan in der 57-Kilo-Klasse – noch dazu, weil der Niedernberger seinen Freundschaftskampf gegen den Fahrenbacher Romeo Jardas gewann. Trotzdem hätte es bei einer sportlichen Wertung für Fahrenbach zum 18:13 gereicht.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr