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HRV hofft eine Notrunde mit Vereinen durchzuführen

Der Hes­si­sche Rin­ger-Ver­band (HRV) lässt sei­nen Wor­ten von En­de Ju­ni Ta­ten fol­gen und un­ter­nimmt ei­nen neu­en Vor­stoß, die Mann­schafts­sai­son 2020 zu­min­dest als »No­t­run­de« mit ei­nem Teil der Ve­r­ei­ne durch­zu­füh­ren.

Eine besondere Herausforderung ist dies besonders wegen der geografischen Zusammensetzung des HRV, dem neben allen Clubs aus dem Bundesland Hessen traditionell gewachsen auch jene aus dem bayrischen Ringerbezirk Main-Spessart angehören.

In Bayern gelten aktuell andere Corona-Regeln für den Kampfsport in der Halle als in Hessen. In Bayern sind zum Beispiel für Ring- und Judokämpfe derzeit gar keine Zuschauer zugelassen; in Hessen dürfen – sofern es die räumlichen Gegebenheiten zulassen – bis zu 250 Personen in die Halle kommen, mit Sondergenehmigung sogar mehr.

Zum jetzigen Stand dürften also die hessischen Vereine vor Publikum ringen und die bayerischen HRV-Teams nicht. Bleibt es beim Zuschauerausschluss, wäre auch das Aus für eine abgespeckte HRV-Runde in diesem Jahr besiegelt, da die Vereine »Geisterkämpfe« aus wirtschaftlichen Gründen ausschließen.

Infektionsgeschehen abwarten

Bei einer Vereinsvertreter-Versammlung des HRV vor sechs Wochen hatten sich die Clubs mehrheitlich für eine Komplettabsage der Mannschaftssaison auf Landesebene ausgesprochen. Allerdings waren damals auch zehn Vereine (die zwölf Teams aus Ober-, Hessen-, Landes- und Verbandsliga repräsentierten) der Ansicht, man solle sich die Option einer Freundschaftsrunde ohne Einfluss auf die Ligenzusammensetzung im nächsten Jahr offenhalten und das Infektionsgeschehen sowie neue politische Beschlüsse abwarten, um sich im August erneut in Verbindung zu setzen.

Genau dies geschieht nun – und vor allem auf die damals schon pro Saison votierenden Vereine setzt der Verband auch jetzt. »Ich denke, dass wir sogar noch zwei bis vier weitere Vereine finden könnten, die auch dank der Zuschauerlockerung in Hessen mitmachen würden«, glaubt HRV-Präsident Karl Rothmer (Darmstadt). Zugleich sieht er aber auch die Bredouille, in der die bayerischen Clubs stecken.

Allerdings setzt er darauf, dass auch die bayrische Landesregierung den Kampfsportarten in den nächsten Wochen über die Zulassung von Zuschauern in den Hallen eine Perspektive bietet. Die wäre auch für den bayerischen Ringer-Verband (alle bayerischen Clubs außerhalb des Ringerbezirks Main-Spessart) nötig, wo es ebenfalls eine größere Anzahl an willigen Vereinen auf Landesebene gibt. Ganz zu schweigen von den vier bayrischen Bundesligisten Kleinostheim, Hösbach, Nürnberg und Burghausen, die im Oberhaus auch nur mit Fans bei Heimkämpfen ringen würden.

Saison auf Landesebene

Unter den zehn Vereinen, die Ende Juni gegen die frühzeitige Komplettabsage des HRV-Ligabetriebs waren und auf die Rothmer nun zuallererst setzt, sind drei aus Hessen. Der KSV Rimbach würde sogar zwei Mannschaften stellen, die FSV Münster und die ASV Dieburg je eine. Sieben Vereine aus Bayern konnten sich damals eine Saison auf Landesebene vorstellen: Die Bundesligisten Kleinostheim und Hösbach mit ihrer Zweitvertretungen, die RWG Mömbris/Königshofen mit erster und zweiter Mannschaft sowie mit je einem Team der TSV Gailbach, der KSC Niedernberg, der SC Großostheim und der SV Einigkeit Damm.

Quelle: Main-Echo Aschaffenburg
Autor: Jens Dörr