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Main-Echo: Nur Euren punktet beim RWG-Debakel: Der KSV Rimbach fertigt Mömbris/Königshofen mit 26:1 ab

In der Ringer-Oberliga Hessen hat es die RWG Mömbris/Königshofen am Wochenende erwischt: Die Kahlgründer verloren beim KSV Rimbach und kassierten ihre erste Saisonniederlage beim 1:26 in heftiger Form.

Primus KSC Hösbach hielt sich gegen den SV Fahrenbach schadlos. Der KSC Niedernberg zitterte sich zum Heimerfolg über den KSV Neu-Isenburg, der TSV Gailbach gewann in Großostheim.

Schöfers erster Sieg

Das Gailbacher 22:5 beim Sportclub Frankonia war allerdings nur in der Hälfte der Vergleiche eine klare Sache. Allein vier Duelle gingen 1:0 oder 0:1 aus. Darunter war auch der Kampf zwischen dem Großostheimer Lukas Fischmann und dem Gailbacher Ringertrainer Christian Schöfer, dem nach seinem 6:5 ein Stein vom Herzen gefallen sein dürfte. Es war Schöfers erster Sieg für die Aschaffenburger, für die er bislang aber immer angeschlagen auf die Matte gehen musste und daher sein volles Potenzial nicht abrufen konnte. Gabor Ferencz und Simon Pilzweger sicherten den nur mit neun Mann angetretenen Hausherren die fünf Mannschaftspunkte.

Nur einen einzigen Zähler holten hingegen die Mömbriser beim Debakel in Rimbach, das allerdings extrem stark aufgestellt war. Für den Ehrenpunkt musste in Johan Euren da sogar ein einstiger Olympia-Medaillengewinner sorgen. Im Greco-Schwergewicht sahen die Zuschauer einen Kampf auf internationalem Niveau, in dem Rimbachs Ringertrainer Laszlo Antunovits dem 20 Kilo schwereren Euren alles abverlangte und den Schaden beim 2:3 in engen Grenzen hielt. Spektakulär verlief der Kampf zwischen dem Rimbacher Nico Schmitt und dem RWGler Dmitri Dobrov: Bei Schmitts 17:11 wogte das Duell hin und her, gab es Wertungen satt. Florian Lamm und Yordan Kungalov verpassten weitere Mömbriser Einzelsiege um Haaresbreite. Insgesamt aber schwang sich Rimbach durch den klaren Erfolg wieder zum ersten Verfolger des KSC Hösbach auf.

Die Hösbacher gewannen auch gegen den stark besetzten SV Fahrenbach klar, holten beim 28:7 acht von zehn möglichen Siegen. Claudiu-Emanuel Pal unterstrich seine Ausnahmeklasse, indem er auch den Ex-Niedernberger Dionysios Safaridis vorzeitig auspunktete und dafür keine vier Minuten brauchte. Bemerkenswert war auch das 3:2 von Andrej Kurockin, der Fahrenbachs Leistungsträger Gheorghe Cojocori knackte. Es war der letzte Kampf des Abends, vor dem der vierte Hösbacher Erfolg im vierten Einsatz längst feststand. Kurockin rundete ihn ab.

Sell schenkt Sieg her

Für den KSC Niedernberg hätte es beim 17:14 über Aufsteiger und Außenseiter KSV Neu-Isenburg fast ein böses Erwachen gegeben, denn die Gäste schnupperten erstmals in dieser Saison an einem Punktgewinn. Grund waren nicht nur die acht Neu-Isenburger Punkte in den zwei unteren Limits, in denen Niedernberg nicht oder personell nur notdürftig besetzt war. Fast das Zünglein an der Waage gespielt hätte der Vergleich im 66-Kilo-Freistil-Limit, in dem der Niedernberger Mike Sell gegen den Neu-Isenburger Pamir Jamalzai mit 16:7 führte und lange auf der Siegerstraße schien, Jamalzai nach etwas mehr als vier Minuten jedoch per Schultersieg konterte. Im vorletzten Kampf des Abends sicherte jedoch Radzabs Gadzialijevs den Heimsieg gegen Petr Chavdari ab, so dass den Neu-Isenburgern auch der abschließende Erfolg von Semion Brekkeli über Timur Seidel nichts mehr nutzte.

Quelle: Main-Echo | Verfasser: Jens Dörr