RWG-Report: Ausgabe 07/2019

Unser heutiger Gegner: KSC Hösbach

Ausgabe 07/2019

Der KSC Hösbach wird auch in diesem Jahr von Cheftrainer Mario Wohlfahrt trainiert. Während der Saisonvorbereitung wurde er von Steven Gottschling unterstützt. Nach nur einem Jahr wechselte Sinan Kayakiran zum nordbadischen Regionalligisten KSV Schriesheim. Die ausländischen Ringer der vergangenen Saison Ville Jaskari, Michal Twardowski, Adrian Wagner und Michal Krol haben den Verein zwar nicht verlasssen, spielen aktuell aber keine große Rolle mehr.

In den Gewichtsklassen bis 57kg und 61kg steht Neuzugang Antony Iuliani zur Verfügung. Insbesondere in den unteren Gewichtsklassen wird auch der ein, oder andere Nachwuchsringer (z. B. Konstantin Heeg, Bastian Wollny) eingesetzt. Ein weiterer Top Neuzugang hat man mit Claudiu-Emanuel Pal, der die Limits 61kg und 66kg im griechisch-römischen Stil abdeckt. Der wiedergenesene Yannick Ott ist in den Gewichtsklassen 66kg und 71kg Punktegarant. Sein Pendant im griechisch-römischen Stil bis 71kg ist Daniel Hugo. Bis 75kg setzt man weiterhin auf Steven Gottschling (Freistil) und Andrej Kurockin (griechisch-römischer Stil). Christoph Henn reduzierte sein Gewicht und soll die 80kg und 86kg Freistilklassen besetzen. Nachwuchsringer Vincent Scherer ist für die 80kg Gewichstklasse im griechisch-römischen Stil vorgesehen. Auch Niklas Schäfer ist eine Gewichtsklasse nach unten und deckt neben dem 98kg Limit auch die Gewichtsklasse bis 86kg im griechisch-römischen Stil ab. Im Freistil Halbschwergewicht ringt Neuzugang Jozef Jaloviar. Im Schwergewicht steht mit Vasile Vlad Caras ein weiterer Zugang für beide Stilarten zur Verfügung.

Nach dem deutlichen Sieg gleich zum Auftakt gegen den Hauptkonkurrenten KSV Rimbach war klar, das der KSC Topfavorit auf die Meisterschaft sein wird. Kurz vor der Saisonende können sich die Hösbacher nur selbst schlagen!

Richtig gut…

präsentierten sich die RWGler beim vorletzten Saisonkampf vor heimischem Publikum. Zu Gast war der in der Rückrunde noch ungeschlagene KSV Rimbach und tatsächlich hatte beim 14:17 gar nicht so viel gefehlt zur handfesten Überraschung. Eine durchweg klasse Mannschaftsleistung und der so definitiv nicht zu erwartende, großartige 12:5 Sieg von Jan Fischer gegen Radian Sebestyen im Leichtgewicht Griechisch-Römisch hatten die mit voller Kapelle angetretenen Gäste schwer ins Straucheln gebracht – und das obwohl wie schon seit Wochen die leichteste Klasse abermals hergeschenkt werden musste.

Nachdem also der Rimbacher Philipp Berlieb in 57 kg die Punkte kampflos eingestrichen hatte sammelte Yordan Kungalov im Schwergewicht gegen Szymon Gamla die ersten vier RWG Zähler. 16:0 stand es hier nach 4:02 min.. Es folgte mit Simon Scheibein der Pechvogel des Abends. Bis kurz vor Ende lag er gegen Julien Zinser (61kg FR) mit 10:8 in Front, kassierte dann aber doch noch den Ausgleich und damit auch eine unglückliche Niederlage. Erwartet eng ging es im 98 kg Fight zwischen Johann Gustafsson und Laszlo Antunovits zu, am Ende stand es hier leider 2:1 für den Gästevertreter. In 66 Greco setzte sich dagegen Dimitri Dobrov ebenso schnell wie klar (17:0 nach 3:45 min) gegen Marc Janske durch. Das umgekehrte Schicksal ereilte Sebastian Krist gegen Daniel Seibold in 86kg Freistil. Nach 2:13 hatte Seibold hier bereits entscheidend gepunktet. Vorzeitig unterlegen war auch Florian Lamm (erneut in 71kg im ungeliebten Freistil) gegen Nico Schmitt – konnte aber immerhin bis in die sechste Minute hinein dagegenhalten. Quasi im Gegenzug sorgte Max Stadtmüller aber auch wieder für eine „Vier“ auf RWG Seite. Er ließ Marco Eckert in 80 kg Griechisch-Römisch keine Chance, bei 16:2 Führung drückte er seinen Kontrahenten nach 2:20 min auf beide Schultern. So erfolgreich lief es für Ali Can Cakici in 75kg Freistil zwar nicht, aber am Ende konnte er die maximale Ausbeute seines starken Gegners Giorgi Baliashvili beim 0:12 verhindern.

Nicht so gut…

lief es eine Woche später beim Gastspiel in Niedernberg – und zwar schon bevor es überhaupt auf die Matte ging. Die Lücke in der 57kg Klasse ist mittlerweile ligaweit bekannt – dazu kamen aber kurzfristig zwei weitere schmerzhafte Ausfälle. Johann Gustafsson hatte sich einen Tag vorher eine Schulterverletzung eingefangen, und da ein Unglück ja bekanntlich selten alleine kommt musste am Kampftag dann auch noch Ali Can Cakici krankheitsbedingt passen. Mit den kurzfristig und nicht unbedingt gewichtsoptimal eingesprungenen Sebastian Krist (hochgerückt in 98kg Greco und dort gegen Vasileios Kollaros deutlich unterlegen) und Philipp Reising (vorzeitiges 2:17 gegen Radzabs Gadzialiejevs in 75 kg Freistil) konnten die Lücken glücklicherweise gefüllt werden. Punkte durfte man in diesen Paarungen allerdings nicht erwarten. Dimitri Dobrov (13:4 gegen Jens Rung in 66kg Greco), Jan Fischer (mit einem 9:1 gegen Tobias Fischer) und Yordan Kungalov (Schultersieg gegen AlijanTemori in 130 kg Freistil) hielten zwischenzeitlich die sprichwörtliche RWG Fahne hoch. Am Ende summierte es sich aber auch aufgrund der knappen 0:2 Niederlage von Max Stadtmüller gegen Jan Gündling, der nicht so knappen Niederlagen von Cihan Besli (86kg) gegen Aaron Sommer und Florian Lamm gegen Timur Seidel doch auf 21:10 Punkte für die Niedernberger. Darunter fanden sich auch zwei nach tollem Kampf schon fast sicher geglaubte Mannschaftspunkte von Simon Scheibein, dem aber kurz vor Ende die eigene Führung gegen Mike Sell doch noch abhanden gekommen war.