RWG-Report: Ausgabe 05/2019

Unser heutiger Gegner: SC Großostheim

Ausgabe 05/2019

Der SC Frankonia Großostheim verlor mit den beiden Ungarn Alex Szöke (wechselt in die Bundesliga zum AC Lichtenfels) und David Kecskemeti (TSG Nattheim) zwei Siegringer. Die beiden Abgänge versucht man mit Masoud Abdi (ASV Griesheim) und Bachuki Gavashelishvili (ASV Mainz 88) zu kompensieren. Zoltan Szep, die beiden Asan-Brüder, Simon Pilzweger und Gabor Ferencz zählen zu den Aktivposten der Bachgaustaffel. Auch Trainer Engin Ürün hat in dieser Saison schon mehrfach die Ringerstiefel geschnürt. Derzeit belegt man den sechsten Tabellenplatz, wobei der Mannschaft aus dem Bachgau in der Rückrunde noch einiges zuzutrauen ist. Am vergangenen Wochenende fegte man zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte, den KSC Niedernberg mit 20:9 von eigener Matte. Sollte die RWG auch heute keinen Ringer in der leichtesten Gewichtsklasse aufbieten können, wird es sehr schwer werden gegen den SC zu punkten. Als Punktegaranten zählen für Großostheim Alexandru Asan (61KG, Freistil), Eduard-Stefan Asan (71KG, Freistil), Zoltan Szep (86KG, Freistil), sowie Simon Pilzweger und Mohsen Siyar im Schwergewicht. Die einzige Schwachstelle scheint man in der 66 KG Klasse (Gr.-röm.) zu haben, wo man am vergangenen Wochenende nur einen Ersatzmann stellen konnte. Großostheim scheint in der Rückrunde stärker zu stehen und wird noch so manchen Gegner vor Probleme stellen.

Gar nicht mal so einfach…

machten es die Gäste aus Neu-Isenburg den RWGlern vor einer Woche hier im Bergheim. Hatte man zum Saisonauftakt in der Frankfurter Vorstadt noch mit 25:9 klar dominiert, fiel die ganze Geschichte beim 19:13 zum Rückrundenstart schon ein bißchen enger aus.

In der 57 kg Klasse profitierten die Gäste noch vom nach einer OP verletzungsbedingten Fehlen Erik Tangels. Hier strich Kowan Mirza kampflos vier Punkte ein. Im nachfolgenden Schwergewicht hob dagegen der Neu-Isenburger Vertreter Khalid Rassul direkt mit Anpfiff die Hand zur Aufgabe, was Yordan Kungalov wiederum ohne jeden Aufwand eine Vier bescherte. Nur eine Kampfminute später hatte Simon Scheibein in 61kg Greco gegen Shams Lashkari per technischer Überlegenheit für die RWG um weitere vier Punkte erhöht. Knapp zwei Minuten dauerte es danach bis auch Johann Gustafsson die nötigen 15 Punkte gegen Thomas Zahos gesammelt hatte. Ebenfalls unter zwei Minuten blieb Dimitri Dobrov der Pamir Jamalzai in 66kg Greco vorzeitig mit 21:5 auspunktete. Als dann nach nicht einmal 5 Kampfminuten beim Stand von 16:4 für die RWG zur großen Pause gerufen wurde fühlten sich manche an den extrem kurzen Kampfabend eine Woche vorher gegen den SV Fahrenbach erinnert.

Doch es sollte anders kommen. Es gab noch einiges an spannenden Kämpfen zu sehen, die meisten über die volle Distanz. Cihan Besli hielt in 86kg Freistil gegen Ivan Chavdari gut anfangs gut mit, musste aber am Ende dann eine 2:7 Niederlage quittieren. Auch Florian Lamm hatte im ungeliebten Freistil am Ende trotz allen Einsatzes gegen Rafi Nasiri (71 Freistil) nur begrenzt etwas zu melden und unterlag mit 2:10 Punkten. Nachdem die Neu-Isenburger ein Stück weit herangekommen waren landete Max Stadtmüller (80kg Griechisch-römisch) einen vorentscheidenden, knappen 3:1-Sieg gegen Grigoriy Zhekov. In 75kg Greco ging es in den beiden ersten Minuten schon ordentlich hin und her, 6:6 stand es – als Jan Fischer in einen Schwunggriff lief und eine Schulterniederlage gegen Semion Brekkeli einstecken musste. 17:13 lautete das Zwischenresultat für die RWG vor dem letzten Kampf, in dem Ali Can Cakici beim spannenden 11:8 über Petr Chavdari am Ende Nerven bewies und den 19:13 Endstand herstellte.