Main-Echo: »Wir müssen 100 Prozent bringen«: Der KSC Hösbach erwartet im Königshofener Bergheim einen Hexenkessel

Vor­letz­ter Akt im Meis­ter­schafts­ren­nen der Rin­ger-Ober­li­ga Hes­sen: Am 7. De­zem­ber will der KSC Hös­bach vor ei­ge­nem Pu­b­li­kum den TSV Gail­bach schla­gen und dann Platz eins so­wie den mög­li­chen Auf­s­tieg in die Bun­des­li­ga fei­ern.

Zuvor wartet auf den Kraftsportclub Germania jedoch diesen Samstag ein Hexenkessel im Bergheim Königshofen.

Derby und Spitzenkampf

Das Gastspiel bei der RWG Mömbris/Königshofen ist Derby, Spitzenkampf und Hösbacher Wegweiser gleichermaßen. »Wir dürfen uns keinen Ausrutscher leisten«, sagt KSC-Trainer Mario Wohlfahrt. »Rimbach hat in der Rückrunde die stärkste Mannschaft. Wir können nicht damit rechnen, dass sie noch Punkte liegen lassen.« Ergo muss Hösbach bei der RWG und gegen Gailbach gewinnen, hätte dann aufgrund des gewonnenen Direktvergleichs mit den Rimbachern die Meisterschaft sicher.

Schon beim 22:12 im Hinkampf machte es die RWG den Hösbachern alles andere als leicht. Damals sahen 480 Zuschauer das Duell der Nachbarn, die sieben Kilometer und auch sportlich zumindest keine Welten trennen. »Die RWG hat eine starke Mannschaft«, warnt Wohlfahrt. »Zudem war schon im Vorkampf die Halle proppenvoll, was diesmal ähnlich sein wird. Wir müssen 100 Prozent bringen.« Zum Sieg sieht Wohlfahrt seine »Vikings« freilich in der Lage.

Caras – Kugaliv?

Noch offen sei, ob man im Schwergewicht den angeschlagenen Vasile Vlad Caras einsetzen können. »Es gibt sich aber nicht viel, ob wir ihn oder Jozef Jaloviar stellen«, meint der Coach. Die Mömbriser könnten mit Yordan Kungalov dagegenhalten. Zuletzt fehlte der RWG auch der Schwede Johann Gustafsson, dessen Einsatz im Greco-Halbschwergewicht den Gastgebern gut täte. In der Rückrunde vermochte die RWG das 57-Kilo-Limit (wo in der Hinrunde teils Erik Tangel auflief) noch nicht zu besetzen.

Wesentlich entspannter als die Hösbacher können im zweiten Untermain-Duell des Samstags der TSV Gailbach und der KSC Niedernberg in ihr Aufeinandertreffen gehen. Der KSC ist erstarkt, lieferte gegen Mömbris ein 21:10 ab. Die Gailbacher würden sich mit einem Sieg den dritten Tabellenplatz sichern, was für den Aufsteigern wie eine »kleine Meisterschaft« wäre. Es ist ein offenes Duell zu erwarten. Damals setzten sich die Gailbacher mit 21:8 durch, auch weil sie mehrere Schlüsselduelle gewannen.

Für den SC Großostheim dürfte es beim Tabellenzweiten und Hösbach-Verfolger KSV Rimbach am Wochenende nur um Schadensbegrenzung gehen. Schon beim Rimbacher Odenwald-Nachbarn SV Fahrenbach verlor der Sportclub Frankonia zuletzt deutlich. Viel läuft jetzt auf den vorletzten Tabellenplatz hinaus, da der SV Fahrenbach am Samstag weitere Punkte gegen Neu-Isenburg buchen und sich von den Großostheimern absetzen dürfte. Mehr als drei Einzelsiege wären in Rimbach bereits eine Überraschung.

Quelle: Main-Echo