Main-Echo: Bericht vom 7. Kampftag der Oberliga Hessen

»Danke, Fans, für die zahlreiche und geile Unterstützung!« Der KSC Hösbach hat nach seinem 26:7-Erfolg am Samstagabend in Gailbach zuerst an seinen Anhang gedacht, der in großer Zahl in den Aschaffenburger Stadtteil mitgekommen war. Dort finalisierten die Hösbacher eine perfekte Oberliga-Hinrunde mit sieben Siegen in sieben Kämpfen.

Die RWG Mömbris/Königshofen beendet die Hinserie nach einem Waagensieg gegen Fahrenbach als Dritter. Der KSC Niedernberg verlor beim Zweiten Rimbach klar, der SC Großostheim feierte bei Aufsteiger Neu-Isenburg den zweiten Saisonsieg.

Geschwächte Gastgeber

Die Hösbacher sahen sich nicht der bestmöglichen Gailbacher Mannschaft gegenüber. Bei den Hausherren fehlten etwa Schwergewicht Marius Weisser und Ringertrainer Christian Schöfer, zudem gab Manuel Bernerth im Halbschwergewicht sofort auf. Durch Svetoslav Neychev, Ilhan Myumyunov und Ahmadi Ahmad strichen die Gastgeber zwar drei Siege ein, an den klaren Verhältnissen änderten die jedoch wenig. Für die Gäste feierte Vasile Vlad Caras im Schwergewicht einen Schultersieg über 127-Kilo-Mann Christopher Vaida, dazu schlug Antony Iuliani den A-Jugend-DM-Zweiten Nico Tauber nach der vollen Distanz.

Weiße Weste gewahrt

Claudiu-Emanuel Pal, Andrej Kurockin, Niklas Schäfer und Jozef Jaloviar wahrten ihre persönliche weiße Weste. Steven Gottschlings Aktionen, abgerundet mit dem Schultersieg über Monir Ahmadi, begeisterten die Hösbacher Ecke ebenfalls.

Wenig Begeisterung kam in Königshofen bei der Nachricht auf, dass der SV Fahrenbach nur zu acht antrat – der erste Oberliga-Kampf dieser Saison, der zum Freundschaftskampf verkam. Dabei hatten die Gäste sportlich eigentlich einiges zu bieten. Sieben Vergleiche wurden gerungen, vier davon gingen an die Fahrenbacher. Weil die RWG zu neunt antrat, strich sie letztlich ein 36:0 ein. Weil auch viele Freundschaftsduelle schnell beendet waren, traten die gegen 20 Uhr ins Bergheim gekommenen Zuschauer um 20.55 Uhr schon wieder die Heimfahrt an.

28 Minuten länger dauerte der Kampfabend derweil in Rimbach, wo die starken Hausherren den KSC Niedernberg mit 25:8 besiegten. Die Gäste gewannen durch Jens Rung, Jan Gündling und Mojtaba Ziaei drei der vier Kämpfe, die sie siegreich gestalten konnten. Den vierten zwischen Aaron Sommer und dem einst für Kleinostheim ringenden Daniel Seibold gewann Seibold für Rimbach mit 3:4. Die Zahl von 200 Zuschauern wird nächsten Samstag gewiss weit überschritten: Dann empfangen die Rimbacher den KSC Hösbach zum Gipfeltreffen und müssen dabei gewinnen, um die Chance auf die Meisterschaft zu wahren. Im Umkehrschluss könnten die Hösbacher im Falle eines erneuten Siegs – in der Hinrunde hatten sie Rimbach mit 25:7 geschlagen – fast schon für die Bundesliga planen.

Kellerduell an Großostheim

Im Kellerduell der Oberliga zwischen dem KSV Neu-Isenburg und dem SC Großostheim setzten sich die Unterfranken vor 100 Zuschauern mit 22:14 durch. Für die Großostheimer war es der zweite Saisonsieg im siebten und letzten Kampf der Hinrunde, während die Neu-Isenburger Hälfte eins sieglos beendeten. Sportlich vermochten die Hugenottenstädter nur in den mittleren Gewichtsklassen mitzuhalten und holten weitere vier Punkte im 57-Kilo-Limit, wo die Großostheimer für Kowan Mirza keinen Gegner mitgebracht hatten. Nur zwei Kämpfe waren eng: Großostheims Vorsitzender Simon Pilzweger setzte sich nach sechs Minuten mit 8:3 gegen Petr Chavdari durch. Einen der vier Neu-Isenburger Siege holte ebenfalls nach der vollen Distanz Rafi Nasiri gegen Giuseppe Bellanova.

Quelle: Main-Echo.de