Main-Echo: Hösbacher Ringer dürfen im Fernduell mit Rimbach nicht mehr patzen: Vikings empfangen Niedernberg

In der Ringer-Oberliga Hessen könnte die Meisterschaft im Gegensatz zur Vorsaison diesmal erst am letzten Kampftag entschieden werden. Der KSC Hösbach und der KSV Rimbach sind mit je einer Niederlage gleichauf an der Spitze, die Hösbacher haben aber den Direktvergleich gewonnen. Siegen sie in allen sechs weiteren Duellen, steht das Tor zur Bundesliga offen. Den Anfang wollen die Vikings am Samstagabend gegen Niedernberg machen.

Schon in der Hinrunde hatten die Hösbacher mit 25:5 die Nase vorn. Auch diesmal ist ein Sieg zu erwarten, obwohl Vorjahresmeister Niedernberg alles andere als Fallobst ist. Stehen beide Teams wie beim Rückrundenauftakt, haben die Gäste in bis zu sechs Gewichtsklassen realistische Aussichten auf einen Sieg.

66-kg-Kampf als Höhepunkt?

Beispielsweise Vasileios Kollaros könnte im Greco-Halbschwergewicht dem leichteren Hösbacher Niklas Schäfer das Leben schwermachen. Im Schwergewicht muss für die Gastgeber Vasile Vlad Caras auf den leichteren, aber brandgefährlichen Mojtaba Ziaei aufpassen. Gibt es den Kampf zwischen dem bundesliga-erprobten Niedernberger Jens Rung und dem rumänischen Hösbach-Ass Claudiu-Emanuel Pal, können sich die Fans beider Seiten schon jetzt mal das 66-Kilo-Greco-Limit vormerken.

Unter dem Strich wäre alles andere als ein Hösbacher Sieg dennoch eine dicke Überraschung. Ein klein wenig darf Hösbach aber auf einen Ausrutscher der Rimbacher hoffen: Sie sind im Derby gegen Fahrenbach zwar favorisiert, doch im Hexenkessel mit erwarteten 700 bis 800 Zuschauern kann Außergewöhnliches passieren.

Im Kampf zwischen der RWG Mömbris/Königshofen und dem SC Großostheim ist der Sieger noch schwerer vorherzusagen. Die Großostheimer sind erstarkt, schlugen zum Rückrunden-Auftakt Niedernberg und bringen im Freistil-Schwergewicht nun den starken 112-Kilo-Mann Mohsen Siyar ein. Ein Duell zwischen ihm und dem RWG-Bulgaren Yordan Kungalov wäre eine echte Attraktion für die Fans.

Auch Ringertrainer Engin Ürün könnte den Großostheimern erneut auf der Matte helfen, ist und bleibt im 80-Kilo-Greco-Limit eine Waffe. Dort freilich träfe er auf den ebenfalls gut aufgelegten Mömbriser Maximilian Stadtmüller. Den Hinkampf, als die RWG mit 21:14 gewann, hat Simon Scheibein in schlechter Erinnerung: Der Mömbriser verletzte sich damals, verpasste einen Großteil der Hinrunde, ist inzwischen aber genesen und könnte am Samstag das 61-Kilo-Limit besetzen.

Im Duell der beiden ungleichen Aufsteiger treffen der KSV Neu-Isenburg und der TSV Gailbach in der Hugenottenstadt aufeinander. Die Neu-Isenburger wären sicher zufrieden, sollten sie nach punktloser Hinrunde in der Rückserie zumindest einen Kampf für sich entscheiden. Unter anderem das Duell mit Gailbach hat man dafür ein bisschen ins Auge gefasst, obwohl die Aschaffenburger unter normalen Umständen zu stark sind. Doch einzelne Verletzungen können die Pläne umschmeißen: So ist bei den Gailbachern etwa der in der Hinrunde ungeschlagene Ilhan Myumyunov fraglich.

Die Neu-Isenburger unterstrichen jüngst zudem mit vier Einzelsiegen in Mömbris, dass sie keineswegs Fallobst sind. Neben Kowan Mirza, Rafi Nasiri, Semion Brekkeli und Ivan Chavdari können auch Petr Chavdari und Grigoriy Zhekov den Gailbachern gefährlich werden. In den oberen Limits und in der Summe ist der TSV trotzdem favorisiert.

Quelle: Main-Echo.de