Main-Echo: Hochklassiges Duell zweier Topteams: Hösbach und Mömbris-Königshofen verzücken fast 500 Zuschauer

Kopf an Kopf: Yordan Kungalov (RWG) und Jaloviar Jozef (KSC).

Der KSC Hösbach hat auf dem Weg in die Ringer-Bundesliga den nächsten Brocken beiseite geräumt. Gegen die RWG Mömbris/Königshofen gewannen die »Vikings« das Derby am Freitagabend vor offiziell 480 Zuschauern mit 22:12. Der TSV Gailbach gewann beim KSC Niedernberg mit 21:8 und rückte auf Platz drei vor. Der SC Großostheim verkaufte sich beim 9:22 gegen den KSV Rimbach teuer.

»Das war ein hochklassiges Duell zweier Topteams«, sagte Hösbachs Trainer Mario Wohlfahrt nach dem sechsten Sieg im sechsten Kampf seiner Mannschaft. Die muss in der Vorrunde jetzt »nur« noch bei Aufsteiger Gailbach antreten, hat die Hochkaräter Rimbach und Mömbris/Königshofen schon besiegt. Wobei es die RWG den Gastgebern im Hösbacher Kultur- und Sportpark alles andere als einfach machte.

»Wichtig für uns war, dass wir gleich den ersten Kampf gewonnen haben«, atmete Wohlfahrt durch. Denn im Vergleich zwischen Antony Iuliani und dem Mömbriser Erik Tangel sei er sich nicht sicher gewesen, wie die Kräfteverhältnisse wirklich ausfallen würden. »Tangel hat beim Gewichtmachen aber Kraft gelassen. Nach zwei Minuten wusste ich, dass Antony den Kampf gewinnt«, so der Coach.

Auch Christoph Henn und Niklas Schäfer steuerten für die Hausherren Vierer bei. Für die RWG gelang das Schwergewicht Johann Euren gegen Vasile Vlad Caras, Dmitri Dobrov und Philipp Reising. Letzterer schulterte den jugendlichen Yannick-Ott-Vertreter Bastian Wollny. Auf Bundesliga-Niveau bewegte sich das Duell zwischen Claudiu-Emanuel Pal und Simon Scheibein – der Rumäne musste bei seinem 9:2 über Scheibein erstmals über die volle Distanz. »Das Ergebnis des gesamten Abends ist deutlicher als es der Kampfverlauf war«, resümierte Wohlfahrt.

Schützenhilfe im Rennen um die Meisterschaft erhielten die Hösbacher aus Großostheim zwar nicht. Der Sportclub Frankonia verlangte dem Tabellenzweiten aus Rimbach aber alles ab. Zwar traten die Großostheimer nur zu neunt an und gewannen »nur« drei Duelle, doch lag ein Erfolg in drei weiteren Kämpfen im Bereich des Möglichen. Alexandru Asan verlor ein offenes, Spektakel gegen Nico Schmitt mit 10:17, Simon Pilzweger war bei seinem 4:6 gegen Daniel Seibold ebenfalls nah an einem Teamzähler dran. Im letzten Kampf des Abends gestaltete Lukas Fischmann das Greco-Weltergewicht gegen Radian Sebestyen vier Minuten lang ausgeglichen, ehe sich Fischmann verletzte und aufgeben musste. Gabor Ferencz, Eduard-Stefan Asan und Zoltan Szep strichen die Großostheimer Punkte ein.

Ungewöhnlich klar

Dass der TSV Gailbach in Niedernberg gewinnen könnte, war vorher denkbar – die Klarheit des Erfolgs im Derby vor 200 Zuschauern hingegen kaum. »Ich dachte, dass es enger wird«, gab nachher auch TSV-Trainer Christian Schöfer zu. »Niedernberg hatte aber ein paar personelle Probleme.« So fehlte den Gastgebern unter anderem Timur Seidel. »Allerdings hat Svetoslav Neychev auch einen Spitzenkampf gegen Mike Sell gemacht«, lobte der Coach seinen Schützling im 66-Kilo-Freistil-Limit. »Auch Ilhan Myumyunov hat sehr stark gegen Jens Rung gerungen.«

Unter dem Strich blieben den Niedernberger Gastgebern nur drei Siege in den drei höchsten Gewichtsklassen. Die meisten Wertungen des Abends erzielte Mojtaba Ziaei bei seinem 21:4 über Ion Pislaru, der dem Iraner immerhin bis in die fünfte Kampfminute standhielt.

Quelle: Main-Echo.de