RV Felsenfest Niedersteinbach

Die erste Mannschaft des RV Felsenfest Niedersteinbach im Jahr 1929 (von links): Alfred Jung, Ferdinand Wissel, Karl Brückner, Franz Wissel, Peter und Johannes Brückner, Mannschaftsführer Richard Nees.

Das Gebiet des Marktes Mömbris darf als Hochburg des Ringkampfs bezeichnet werden. Denn schon im Jahre 1928 wurde im jetzigen Ortsteil Niedersteinbach der RC Felsenfest gegründet. Die Niedersteinbacher trugen ihre Wettkämpfe im Saalbau Rose aus. Die Felsenfest-Ringer traten in den unteren Ligen an. Erfolgreichste Ringer waren in der Vorkriegszeit Hannes und Peter Brückner. Der Peter galt als sehr harter, kompromissloser Ringer, während sein Bruder Hannes ein feiner Techniker war. In der Staffel stand mit Alfred ein dritter Brückner-Bruder. Weitere Stützen der Staffel waren die Brüder Oskar und Adolf Hofmann. Die logistische Leistung dieser Recken muss gewürdigt werden. Denn wie reiste man in einer Zeit, wo es kaum Autos gab, zu den Auswärtskämpfen nach Kleinostheim, Dettingen, Niedernberg u.s.w.? Nach dem Krieg ging es weiter mit dem Ringkampfsport in Niedersteinbach. Die Felsenfestringer erwarben sich den Ruf recht unbeständig zu sein. So wurde der Tabellenführer bezwungen; eine Woche später brachte man keine Mannschaft zusammen. Im Volksblatt der Nachkriegszeit wurden die Niedersteinbacher gar als „böse Buben“ tituliert. 1953 gab man in Niedersteinbach auf. Was waren die Gründe? Oft heißt es Geldknappheit. Die ständigen Reibereien und Streitigkeiten taten ihr Übriges. Auch fehlte mehr und mehr der sportliche Nachwuchs. Im gleichen Jahr halfen die ehemaligen Felsenfest-Ringer Hans Lorenz, Josef Rosenberger und Josef Faust mit den KSC Germania Mömbris zu gründen.

Ringen im Markt Mömbris

1928: Gründung des RC Felsenfest Niedersteinbach
1953: Auflösung des RC Felsenfest Niedersteinbach
1953: Gründung des KSC Germania Mömbris
1967: Gründung der Ringerabteilung des SV Königshofen
1978: Gründung der RWG Mömbris-Königshofen