Main-Echo: Erster gastiert beim Zweiten Rimbach – Ringer des KSC Hösbach vor der Meisterschaft?

In der hessischen Oberliga beginnt am Wochenende die Rückrunde, die zum Auftakt nicht nur das Derby zwischen dem SC Großostheim und dem KSV Niedernberg sowie die Heimkämpfe des TSV Gailbach (gegen Fahrenbach) und der RWG Mömbris/Königshofen (gegen Neu-Isenburg) parat hält, sondern auch den ultimativen Spitzenkampf dieser Saison: Der ungeschlagene Spitzenreiter KSC Hösbach gastiert beim Tabellenzweiten KSV Rimbach.

Am Sonntag um 20 Uhr wird die Rimbacher Odenwaldhalle gewiss aus allen Nähten platzen. Zwar ist es nicht zu erwarten, dass die Hinrunden-Derby-Kulisse des Kampfs Rimbach gegen Fahrenbach (750 Zuschauer) noch einmal überboten wird, doch fiebern die Anhänger auf beiden Seiten dem Vergleich entgegen. Die Hösbacher würden ihren Vorsprung durch einen Sieg auf vier Punkte ausbauen und könnten sich auf dem Weg zur Meisterschaft nur noch selbst schlagen.

Rimbach wiederum könnte nach der 7:25-Niederlage im Hinkampf das Titelrennnen noch spannender machen – und hat an einem guten Tag durchaus das Zeug, die Hösbacher zu schlagen. Im Hinkampf gewannen die Odenwälder zwar nur zwei Kämpfe, doch wird der Kampf diesmal wohl enger ausfallen. So mischen die Stilart-Wechsel die Karten (ein bisschen) neu, haben die Rimbacher den Heimvorteil, sind gerade Akteure wie Daniel Seibold und Marcel Fröhlich auf Wiedergutmachung für ihre deutlichen Hinrundenniederlagen gegen Christoph Henn und Jozef Jaloviar aus.

Zudem steht den Hausherren inzwischen Giorgi Baliashvili zur Verfügung, der im ersten Kampf der Saison fehlte. Die Hösbacher konnten zuletzt Yannick Ott im 66-Kilo-Limit nicht adäquat ersetzen. Bei alldem als ausgeschlossen gilt jedoch, dass die Rimbacher noch den direkten Vergleich für sich entscheiden. Sofern die Hösbacher also verlieren, jedoch mit weniger als 18 Punkten Differenz, hätten sie bei Punktegleichheit die Meisterschaft weiter in der eigenen Hand.

Im Nachbarschaftsduell zwischen Großostheim und Niedernberg ist erneut ein enger Ausgang zu erwarten. In der Hinrunde setzte sich Vorjahresmeister Niedernberg mit 19:12 durch. Danach gewannen die Niedernberger jedoch nur noch gegen Aufsteiger Neu-Isenburg; jetzt stehen der KSC Germania und die Großostheimer vor Neu-Isenburg punktgleich auf den Plätzen sechs und sieben. Nur wenn am Samstag gewinnt, darf noch darauf hoffen, tabellarisch etwas Boden gutzumachen.

Einholen könnten Großostheim und Niedernberg zum Beispiel noch den SV Fahrenbach, der in Gailbach antritt, wo ebenfalls eine ausgeglichene Begegnung zu erwarten ist. Die Mömbriser starten gegen Neu-Isenburg in eine Rückrunde, in der das Schwergewicht im freien (statt bisher im klassischen) Stil gerungen wird. Weitere Einsätze von Greco-Mann Johann Euren scheinen damit ausgeschlossen. Sein schwedischer Landsmann Johann Gustavsson hingegen ist leicht genug, um es in der Rückserie ins 98-Kilo-Greco-Limit zu schaffen. Fürs Freistil-Schwergewicht bietet sich der Bulgare Yordan Kungalov an.

Quelle: Main-Echo.de