Die Geschichte des KSC Germania Mömbris

Die Gründung des KSC Germania im Jahre 1953 beruht auf einem Zufall. Der Zufall ist, dass im gleichen Jahr der ehemals stolze und erfolgreiche RV Felsenfest Niedersteinbach seine Auflösung beschloss. Die starken Athleten Peter und Hannes Brückner und Adolf Hofmann hatten den Namen ihres Heimatortes über die Grenzen ihres Heimatortes hinaus bekannt gemacht. Männer wie Josef Faust, Josef Rosenberger, Hans Lorenz und Walter Liese wollten ihren Sport aber nicht aufgeben und so veranlassten sie in Mömbris die Gründung des KSC Germania.

Erster Vereinsvorsitzender war Willi Koch. Der neue Verein tat sich anfangs schwer sich zu etablieren. Geld war in jenen Jahren kaum vorhanden. Schon die Beschaffung des notwendigen Equipements wie Matte, Punktetafel, Gong und Trikots bedurfte einigen Erfindungsgeistes. Wettkampfstätte war der Saal des Saalbaus Grünewald in der Mühlgasse in Mömbris. Der junge Verein fand großen Anklang. Zu den Kämpfen kamen zahlreiche Zuschauer.

Franz Walter, der in Wasserlos den Athletiksport ausgeübt hatte, baute ab Mitte der fünfziger Jahre systematisch eine starke  Jugendabteilung auf, die Nachwuchs für die Elitestaffel produzierte. Mit dieser jungen Staffel um Sportler wie Helmut Hartmann, Bertold Brückner, Alfred Hohm und Bastel Brückner gelangen nacheinander Meisterschaften in der Kreisklasse (1959), der Bezirksliga (1963), in der Landesliga (1964) und der Oberliga (1966).

1967 nahm der damals erst 14 Jahre alte Verein an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga teil, scheiterte aber an Ludwigshafen, Dortmund-Hombruch und Siegfried Nordwest Berlin. 1970 konnte der KSC in einer kurzfristigen Verbindung mit dem AV Alzenau erneut die Meisterschaft in der Oberliga erringen. Damit war der Aufstieg in die Regionalliga verbunden.

Starke junge Ringer wie Gerhard Wissel, Michael Faust und Gerhard Reising, die von Trainer Erhard Pfeifer ausgebildet wurden, waren die Stützen.

1962 konnte der junge Berthold Brückner die ersten beiden deutschen Meisterschaften nach Mömbris holen.
Dies wurde enthusiastisch gefeiert.

1975 qualifizierte sich der KSC für die 2. Bundesliga. Die Sportler Michael Kuhn und Hassan Akyol waren in jenen Jahren absolute Sieggaranten. Als man im Jahre 1978 eben diese beiden Ringer verlor, entschloss man sich zur Verbindung mit dem SV Königshofen als RWG Mömbris-Königshofen. Der 25 Jahre lang Erfolgsgarant in der ersten Phase des KSC bis zum Jahre 78 war die Jugendarbeit. Immer wieder rückten junge Sportler in die 1. Mannschaft nach, viele Bezirks- und Hessenmeisterschaften wurden gewonnen. Den ersten deutschen Meistertitel holte im Jahre 1964 Bertold Brückner nach Mömbris. Nach ihm wurden Michael Faust, Gerhard Reising, Michael Kuhn und Heinrich Faust deutscher Meister. In der Vereinsführung machten sich Karl Koch und Otto Koch besonders verdient. Mit der Gründung der RWG endet im Jahre 1978 die Phase der Eigenständigkeit des KSC Germania Mömbris.